Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die sogenannten Metallverbindungen der Eiweißkörper nach der Theorie der chemischen Gleichgewichte
Person:
Galeotti, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17897/30/
Über d. sog. Metall Verbindungen d. Eiweißkörper nach d. Theorie etc. 
521 
Der Scheitelpunkt der Kurve in bF stellt die am meisten 
verdünnte Lösung (sowohl was das Albumin als das GuS04 
betrifft) dar, welche man im Gleichgewicht mit einer festen 
Phase erhalten kann. Wie man sieht, ist dieser Scheitelpunkt 
ganz in der Nähe des Punktes H20, was bedeutet, daß in 
Anwesenheit von viel Wasser sehr kleine Mengen Albumin und 
CuSO, genügen, um sich gegenseitig zu beeinflussen und einen 
Niederschlag zu erzeugen, während dieser nicht mehr eintritt, 
wenn in derselben Wassermenge die eine oder andere Substanz 
zunimmt, d. h. wenn der Punkt IP, während er auf derselben 
Höhe bleibt, ein wenig nach links oder rechts verschoben wird. 
Nimmt man dagegen etwas Wasser durch Verdunstung 
fort, so wird der Punkt B7 nach unten verschoben, d. h. in der 
Lösung bildet sich ein Niederschlag. 
Von PP bis F/ sinkt die Kurve, indem sie eine leichte 
Konvexität nach links hin zeigt. Alle den Punkten dieses 
Zweiges entsprechenden Lösungen sind ziemlich reich an 
Albumin. Fügen wir einer dieser Lösungen CuS04 hinzu, so 
sieht man, daß der sie darstellende Punkt nach rechts, d. h. nach 
dem monophasischen Felde verschoben wird, und die Lösung 
verändert sich nicht : fügen wir aber etwas Albuminlösung hinzu, 
tritt der Punkt in das zweiphasische Feld ein und alsdann er¬ 
hält man gewöhnlich die Bildung eines Niederschlags. Dies 
geschieht jedoch nicht immer. In der Tat, wenn wir eine Lösung 
wählen, die einem Punkte unterhalb E/ entspricht, und etwas 
Albuminlösung hinzufügen, so wird der Punkt nach oben und 
nach links verschoben ; es kann aber sein, daß die Verschiebung 
nach links nicht dazu hinreicht, daß der Punkt wegen der 
Konvexität der Kurve in das zweiphasische Feld eintreten kann, 
d. h. es kann sein, daß man keinen Niederschlag erhält. 
Der Punkt F7* gehört auch den andern beiden Ästen an. 
weshalb er später betrachtet werden soll. 
Fig. 5 zeigt auch die geregelte Anordnung der Konjugations¬ 
geraden; dies beweist, wie regelmäßig und stetig das Gesetz 
ist, nach welchem die Konzentration der festen Phasen, d. h. 
das Verhältnis zwischen ihren beiden Komponenten, von den 
Konzentrationen der entsprechenden Lösungen abhängt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.