Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Bedeutung der Pentosane als Bestandteile der Futtermittel, insbesondere des Roggenstrohes
Person:
Rudno Rudzinski, Albin von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17891/39/
Die Bedeutung d. Pentosane als Bestandteile d. Futtermittel etc. oo5 
Verdaulichkeitskoeffizient 
Nährstoffe 
| in Stroh1) 
in Ähren 
und Spreu 
Trockensubstanz . . . . J 
1 50,23 
50,69 
Rohprotein.......! 
Rohfett........j 
42,60 
51,19 
Rohfaser........ 
45,16 
40,87 
N-freie Extraktstoffe . . - 
59,65 
58,97 
Pentosane ....... 
46,66 
39,89 
Die Verdaulichkeit der Rohfaser im Ähren- und Spreu¬ 
gemisch, war also etwas niedriger als im Stroh, dagegen die 
Verdaulichkeit des Fettes nicht unbeträchtlich höher; der ge¬ 
ringe Verdauungskoeffizient für die Pentosane fällt nicht ins 
Gewicht, da die Verdaulichkeit der N-freien Extraktstoffe ins¬ 
gesamt, von denen die Pentosane einen Teil ausmachen, ebenso 
groß ist wie im Stroh; man wird also sagen dürfen, daß die 
Verdaulichkeit der einzelnen Nährstoffe nicht geringer ist als 
im Stroh. 
Trotzdem ist der Nähreffekt des Ähren- und Spreugemisches 
wesentlich ungünstiger als der des Strohes; denn während das 
Tier bei Strohfütterung in 12 Tagen 857,16 g an Gewicht ab¬ 
nahm, verlor es bei Verabreichung von Ähren und Spreu in 
derselben Zeit 2700,00 g, also über das Dreifache. Es scheint 
mir dadurch erwiesen, daß Ähren und Spreu trotz ihres höheren 
Gehaltes an Stickstoff, Fett und N-freien Extraktstoffen und 
trotzdem die Nährstoffgruppen, mit Ausnahme der Rohfaser, 
nicht weniger verdaulich sind, als im Stroh, nicht imstande 
sind, Stroh zu ersetzen. 
Es fiel mir auf, daß das Tier während der Ährenfütterung 
größeren Hunger zeigte als bei Strohfütterung. Das verabreichte 
Ährenspreu-Gemisch wurde gierig binnen kurzer Zeit verzehrt, 
und das Tier war offenbar noch nicht gesättigt. Der Grund 
mag darin liegen, daß Ähren und Spreu der Verdauung leichter 
unterliegen als das rohfaserreichere Stroh, daher vielleicht nicht 
geeignet sind, die für eine normale Funktion der Verdauungs- 
p Seite 340.
        

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