Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Bedeutung der Pentosane als Bestandteile der Futtermittel, insbesondere des Roggenstrohes
Person:
Rudno Rudzinski, Albin von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17891/35/
Die Bedeutung d. Pentosane als Bestandteile d. Futtermittel etc. 351 
Stickstoff mehr ausscheiden müssen, als es aufgenommen hatte. 
Tatsächlich betrug die Stickstoffmehrausscheidung 22,47 g, also 
um 0,8 g weniger, als die theoretische Berechnung erfordert. 
Man wird also wohl behaupten dürfen, daß die Tiere sich in 
ihrem Stickstoffumsatz gleichmäßig verhalten haben. 
Auch die Verdaulichkeit der Nährstoffe ist bei beiden 
Tieren ziemlich gleich, besonders bei den Pentosanen: 46,66 
und 
V J/o. 
Die Piohfaser ist durch Schaf II in etwas höherem Maße 
verdaut worden. Der Verdauungskoeffizient wurde zu 46,25 °/o 
bestimmt, fällt also mit der Minimalzahl der J. Kühn sehen 
Tabellen 46,8 °/o fast zusammen. Daraus kann man schließen, 
daß die Futterration so zusammengesetzt war, daß ihr Gehalt 
an leicht löslichen Kohlehydraten gerade genügte, um die Ver¬ 
daulichkeit der Rohfaser auf das bei Verabreichung normaler 
Rationen gefundene Minimum herabzudrücken. Ein Schluß auf 
die eventuell auch auf die Verdaulichkeit der Pentosane aus¬ 
geübte Depression wird erst möglich sein, wenn, wie später 
zu besprechen, festgestelit sein wird, ob die Verdaulichkeit der 
Pentosane bei Vermehrung der leicht löslichen Kohlehydrate in der 
Ration in demselben Maße verringert wird, wie die der Rohfaser. 
B. Die Verdaulichkeit der Pentosane in Ähren 
und Spreu. 
Durch den nunmehr zu beschreibenden Versuch sollte die 
Verdaulichkeit der Pentosane in Ähren und Spreu geprüft werden. 
Die Ration blieb dieselbe wie in den vorigen Versuchen, nur 
wurden anstatt des Strohes die zugehörigen Ähren samt Spreu, 
deren Gewinnung bei dem Düngungsversuch beschrieben ist, 
verfüttert. Es wurde annähernd die gleiche Trockensubstanz¬ 
menge wie im Stroh aufgenommen, der Versuch kann daher 
auch als Beitrag zu der Frage aufgef'aßt werden, ob Ähren und 
Spreu einen ihrem höheren Nährstoffgehalt entsprechenden 
größeren Nähreffekt ausüben. 
Da das geerntete Material für einen Versuch mit beiden 
Tieren nicht ausreichte, wurde nur Schaf I als Versuchstier 
benutzt; aus demselben Grunde wurde bereits nach dreitägiger 
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