Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Bedeutung der Pentosane als Bestandteile der Futtermittel, insbesondere des Roggenstrohes
Person:
Rudno Rudzinski, Albin von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17891/23/
Die Bedeutung d. Pentosane als Bestandteile d. Futtermittel etc. 339 
In der Folge wurde das Beifutter, welches gemischt und auf 
den Rat von Herrn Professor Holde f lei ß mit wenig Wasser 
zu einer krümligen Masse angerührt aus der Schale verab¬ 
reicht wurde, von beiden Tieren gern und vollständig aufge¬ 
nommen. Die Salzgabe wurde dem Beifutter beigemischt, Die 
sehr geringen an den Schalenwänden haftenden Reste wurden 
stets mit wenig Stroh ausgewischt und auf das Rauhfutter 
gestreut. Es ist anzunehmen, daß das Beifutter restelos auf- 
genommen wurde. In der Nachfütterung der ersten Periode 
wurden die in den Schalen verbliebenen Reste nicht auf das 
Futter gestreut, sondern mittels einer Spritzflasche quantitativ 
in eine kleine Schale gespült, zur Trockene eingedampft und 
das Gewicht bestimmt. Schaf I hatte 0,4565 g, Schaf II 
0,4970 g von den zur Verabreichung gelangenden 192 g Bei¬ 
futter übrig gelassen. 
Das Stroh wurde als Häcksel von 2—3 cm Länge ver¬ 
abreicht, um auch die härteren Teile zur Aufnahme zu bringen. 
Gefüttert wurde um 7 Uhr früh, 1 Uhr mittags und 7 Uhr 
abends. Das Beifutter wurde vor dem Stroh verabreicht. 
Wasser stand den Tieren in einem Gefäß im Versuchs¬ 
kasten zu Gebote, und zwar reichlich soviel, wie sie im Lauf 
der Verbitterung im Maximum aufgenommen hatten. Diese 
Mengen wurden in der Verabreichung auf die drei Futterzeiten 
verteilt, um den Tieren stets frisches Wasser zur Verfügung 
zu stellen. 
In der Frühe wurden die Reste aus dem Futterkasten 
gesammelt, die Wasserreste gemessen und dem aufgenommenen 
Trinkwasser die zum Anrühren des Beifutters verwendete Quan¬ 
tität zugezählt. Zum Anrühren erwiesen sich als das geeignete 
Quantum 15 ccm für jedes Futter; in der Periode mit ver¬ 
doppelter Beifuttergabe kamen 30 ccm pro Futter zur Anwendung. 
Die Strohreste wurden am Ende jeder Periode in frischem 
und lufttrockenem Zustand gewogen. Hierauf wurden sie durch 
ein 2 mm-Sieb gesiebt, um eventuell vorhandene Beifütterreste 
abzuscheiden, und diese gesondert analysiert. 
Die festen Exkremente wurden dreimal des Tages ge¬ 
sammelt, in der Frühe gewogen. 200 g einer Durchschnitts-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.