Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die mineralischen Bestandteile der Kuhmilch und ihre Schwankungen im Verlaufe einer Laktationsperiode
Person:
Trunz, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17887/5/
Die mineralischen Bestandteile d. Kuhmilch u. ihre Schwankungen etc. 26 / 
im eigentlichen Serum. Dieses Serum wird derart erhalten, 
daß man Milch unter Luftdruck durch poröse Tonzellen filtriert. 
Es enthielt 1 1 Milch und das 1 1 Milch entsprechende Serum 
an Aschenbestandteilen : 
Milch 
Serum 
CI 
0,98 g 
0,98 g 
PA 
1,82 » 
0,96 » 
k2o 
1,72 » 
1,73 » 
Na20 
0,51 » 
0,46 » 
CaO 
1,98 » 
0,80 » 
MgO 
0,20 » 
0,13 » 
An Salzen finden sich daher im Serum von 11 Milch gelöst: 
NaCl 0,962 g 
KCl 0,830 » 
K2HP04 2,223 » 
Mg2(HP04)2 0,096 » 
MgO 0,098 » 
CaO 0,800 » 
Das als Tonzellenfiltrat erhaltene Serum stellt eine klare, 
amphoter reagierende Flüssigkeit dar. Es müssen, so schließt 
Söldner weiter, unzweifelhaft außer den bekannten noch andere 
Säuren im Milchserum enthalten sein, deren Natur und Menge 
uns nicht bekannt. Denn es ist unmöglich, daß das Serum 
neben den Chloralkalien alkalisch reagierendes Dikaliumphos- 
phat und freies Calciumoxyd enthält. 
In der Tat ist nun von Henkel1) eine organische Säure 
in der Milch nachgewiesen worden. Er fand beim Eindampfen 
eiweißfreien Serums einen krystallinischen Niederschlag von 
zitronensaurem Kalk, welcher etwa 0,8—1,2 g Zitronensäure 
pro 1 1 Milch entsprach; quantitativ vermochte er die Säure 
aus Mangel an einer Methode nicht zu bestimmen. 
Unter der Voraussetzung, daß das Serum amphoter rea¬ 
giert, daß 100 ccm Serum 3,2 ccm V4-Normalnatronlauge ver¬ 
brauchen, um Phenolphthalein zu röten, und daß somit eine dieser 
Alkalimenge äquivalente Menge Monokaliumphosphat im Serum 
enthalten sein muß, berechnet Söldner, daß 2,57 g Zitronen¬ 
säure in 1 1 Milch sich vorfinden müssen resp. äquivalente 
x) Münchener Med. Wochenschr. 1888, Nr. 19.
        

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