Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die mineralischen Bestandteile der Kuhmilch und ihre Schwankungen im Verlaufe einer Laktationsperiode
Person:
Trunz, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17887/28/
290 
August Trunz, 
Kuh 674 die ersten Gemelke einen über das gewöhnliche Maß 
hinausgehenden Aschengehalt nicht aufweisen, während bei 
Kuh 655 das erste Gemelk mit 1,052o/o den höchsten Aschen¬ 
gehalt enthält, der am 6. Tage aber bereits auf 0,687 °/o herab¬ 
gegangen ist. Der zweite Unterschied besteht in dem um etwa 
0,05—0,1 o/o geringeren Aschengehalt der Milch bei Kuh 655 
gegenüber der Kuh 674 während der ganzen übrigen Laktations¬ 
periode. Sonst ist das Verhalten im Steigen und Fallen des 
Aschengehaltes vollkommen das gleiche. Zur Zeit der größten 
Milchsekretion am niedrigsten mit 0,646 bezw. 0,688°/o steigt 
der Gehalt langsam bis zum vorletzten Monat auf 0,707 
bezw. 0,803°/o, dann schnell auf 0,861 bezw. 0,937°/o im 
letzten Monat. 
Um die einzelnen Abschnitte der Laktationsperioden mit¬ 
einander vergleichen zu können, habe ich einmal die Kolostrum¬ 
periode von der übrigen Zeit getrennt, letztere wiederum in 
drei Abschnitte geteilt, die bei Kuh 655 sich vom Januar—März, 
als der Zeit der größten Milchsekretion, von April—Juli, als der 
Zeit mehrmaligen Futterwechsels, und von August—Oktober 
sich erstreckten; bei Kuh 674 sind die Perioden etwas länger 
und reichen von Januar—April, von Mai—August und von 
September—Dezember. Während dieser Perioden beträgt der 
Rohaschengehalt bei 
Kuh 655 
Kuh 674 
Kolostrum 
0,774 °/o 
0,758 °/o 
I. Periode 
0,659 o/o 
0,70£°/o 
II. » 
0,663 °/o 
0,764 °/o 
III. » 
0,754 °/o 
0,825 °/o 
Über die prozentische Zusammensetzung der Rohasche 
vergl. Tabelle II und Seite 297. 
Die Reinasche. 
Um die Reinasche festzustellen, müssen wir von der Roh¬ 
asche den Gehalt an Schwefelsäure und die aus dem Phosphor 
des Caseins entstandene Phosphorsäure abziehen. Hierdurch 
werden nur die größten Fehler ausgeschaltet, da z. B. der 
Phosphorgehalt des Lecithins, des Globulins und der Milch¬ 
phosphorfleischsäure vernachlässigt worden sind.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.