Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Darstellung und Analyse einiger Nucleinsäuren. (Sechste Mitteilung)
Person:
Levene, P. A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17858/4/
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P. A. Lèvene, 
der hydrolytischen Spaltung der Substanz wurden nämlich 
Guanin und Adenin aufgefunden. Aber es war mir damals 
nicht möglich, eine Nucleinsäure darzustellen, entweder wegen 
Mangel an Substanz, oder weil die angewandten Methoden sich 
dazu nicht eigneten. Ich habe dann diese Versuche später wieder 
aufgenommen und mich mit der Aufgabe begnügt, eine eiwei߬ 
freie Substanz zu gewinnen, die zu einer hydrolytischen Spaltung 
dienen könnte. Frische Kindhirne wurden von den Membranen 
befreit und in üblicher Weise behandelt. Die Reinigung der 
Säure wurde wie bei der Hodennucleinsäure ausgeführt. 
Die so erhaltene Substanz gab weder die Biuret- noch 
die Millonsehe Reaktion. Bei kurzem Erhitzen mit verdünnten 
Mineralsäuren reduzierte sie die Fehlingsehe Lösung nicht. 
Die Furfurolreaktionen mit Orcin und essigsaurem Anilin fielen 
positiv aus. Die in dieser Weise dargestellte Säure enthielt 
etwa 8 " o auf die freie Säure berechnet. 
Purin* und Pyrimidinbasen der Hirnnucleinsaure. 
Zum Nachweis der Burin- und Pyrimidinbasen \yurde 
genau dasselbe Verfahren wie bei der Hodennucleinsäure an¬ 
gewandt. 
Es gelang, bei der Spaltung zu gewinnen: Guanin, Adenin, 
Thymin und Cytosin. 
Guanin wurde als salpetersaures Silbersalz untersucht. 
0.1210 g der Substance ergaben 0,0420 g Ag. 
Berechnet für C6H5N60 • AgX03 : ' 
Ag = 33,65 °/o 
Gefunden : 
33,73°/# 
Adenin wurde als Pikrat untersucht. 
0,10*0 g der Substanz gaben 44.0 ccm Stickstoff (über 50 % KÜH- 
Lösungi bei p = 703 mm und t° = 2l° G. 
Berechnet für C6HsNft • C6H2(N02)a0H : Gefunden : 
N = 30.71% 30.03% 
Tb y min. 
0.1200 g der Substanz gaben über 50% KOH-Lösung. 
23.5 ccm Stickstoff bei p = 7(50 mm und t° = 24° C. 
Berechnet für C,HfiN.,02 : Gefunden : 
X — 22.22 %> 22.52u r /
        

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