Bauhaus-Universität Weimar

Nachtrag zur Methodik der Indicanbestimmung im Harn. 
Yon 
Jac. ßouma in Utrecht. 
(Aus dem pharmakologischen Institut der Universität Straßburg.) 
(Der Redaktion zugegangen am 4. August 1903.) 
Nachdem voriges Jahr von französischer Seite durch 
Maillard in der Académie des Sciences in Paris1) betont 
worden ist, daß meine Auffassung als richtig zu betrachten 
ist, wonach die roten Farbstoffe, die bei der Oxydation des 
Harnindoxyls neben dem Indigoblau entstehen, der Indigogruppe 
angehören und daher bei der Titration mit in Betracht kommen 
müssen, sind neulich auch von deutscher Seite durch Ellinger2) 
diese Tatsachen weiter bestätigt worden. 
In seiner Abhandlung zur Methodik der Indicanbestimmung 
im Harn hat er, außer in diesem Kardinalpunkt, noch in 
anderer Richtung meine Vorschläge befolgt, indem er den 
Bleiessig dem Bleizucker vorgezogen3) und die Chamäleonlösung, 
statt auf Oxalsäure, auf Indigorein der Bad. Anilin- und 
Sodafabrik gestellt hat.4) Mit der Anwendung dieser drei 
Abänderungen in der Indicanurometrie, hat dieser Forscher 
wesentlich die Wang-Obermayersche titrimetrische Harn- 
indicanbestimmung nach meinen Vorschlägen modifiziert. 
Daß diese Abänderungen schon Anklang gefunden haben, 
ergibt sich zu meiner Freude aus der Tatsache, daß auch 
Scholz im Jafféschen Institut bei seinen Untersuchungen 
1) Compt. rendus, 132, S. 990—992. 
2) Diese Zeitschr., Bd. XXXVIII, S. 187. 
3) Diese Zeitschr., Bd. XXX, S. 118. 
4) Diese Zeitschr., Bd. XXXII, S. 89 u. 90.
        

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