Bauhaus-Universität Weimar

Über den Eisengehalt des Tierkörpers. 
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bei Kuhmilch in 1000 mg Asche 2,35—6,5 mg Fe — 1,9 bis 
5,6°/o der Milchasche und bei Frauenmilch 1,508—4,51 mg 
in 1000 mg Asche = 1,01—3,2 °/0 derselben. 
Über den Eisengehalt von Leber* und Milz liegen eine 
Reihe wichtiger Arbeiten vor. 
Malassez und Picard15) spülten von der Milzarterie eine 
Milz mit Kochsalzlösung vollkommen aus und fanden sie dann 
frei von Eisen. 
Meyer16) und Pern on17) bestimmten den Eisengehalt der 
Leber- und Milzzellen. Sie isolierten die respektiven Zellen, 
wuschen sie mit physiologischer Kochsalzlösung so lange aus, 
bis das Waschwasser spektroskopisch kein Hämoglobin mehr 
erkennen ließ; die Waschflüssigkeit wurde dann abgegossen, 
der dünne Zellenbrei durch Zentrifugieren von der anhängenden 
Flüssigkeit befreit und in dem Testierenden Brei der Eisenge¬ 
halt auf 100 Teile Trockensubstanz bestimmt. Während die 
Leberzellen von Ochsen und Kühen (tragenden) denselben 
Eisengehalt besitzen, ist der der Leberzellen vom Foetus sehr 
viel höher als der der erwachsenen Tiere. Der Eisengehalt 
variiert allerdings ziemlich stark in den verschiedenen Ent¬ 
wicklungsstufen. Der Reichtum an Eisen in der fötalen Leber 
nimmt allmählich ab und erreicht im Laufe der 5.-6. Woche 
die definitive Norm. 
Im Gegensatz zu den Leberzellen zeigt sich ein Unter¬ 
schied im Eisengehalt der Milzzellen bei Kühen und Ochsen. 
Die Milzzellen der Kühe sind etwa 5mal reicher an Eisen als 
die von Ochsen. Dagegen sind wieder die Milzzellen von Föten 
aus der letzten Schwangerschaftsperiode außerordentlich arm 
an Eisen, sie sind etwa 6mal ärmer an Eisen als die von 
Ochsen und 70mal ärmer als die von Kühen. Bei Neuge¬ 
borenen nimmt der Gehalt an Eisen zunächst noch ein wenig 
ab und erhält sich dann die ersten zwei Monate auf derselben 
Höhe, um dann erst bis zur Norm anzusteigen. 
Mit derselben Materie beschäftigte sich auch Krüger;18) 
auch er isolierte die betreffenden Zellen, wusch sie mit physio¬ 
logischer Kochsalzlösung, bis sich kein Hämoglobinstreifen spektro¬ 
skopisch zeigte, und kam zu folgenden Resultaten: 1. Der Eisen-
        

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