Bauhaus-Universität Weimar

über den Eisengehaft des Tierkörpers. 
Von 
Max Schmey. 
(Aus dem chemischen Laboratorium des Pathologischen Instituts zu Berlin.) 
(Der Redaktion zugegangen am 8. Juli 1903.) 
An die Beantwortung der Frage nach dem Eisengehalt 
unserer Nahrungs- und Genußmittel, sowie der Dinge, die aus 
rein wissenschaftlichem Interesse Bedeutung für uns haben, 
ist man verhältnismäßig spät erst herangetreten. Man kann 
aber keineswegs sagen, daß diese Frage jetzt vollkommen be¬ 
antwortet ist, so daß weitere Untersuchungen zwecklos wären. 
Fast alle älteren Untersuchungen wurden titrimetrisch ausgeführt, 
ein Weg, der bei der mangelhaften Beschaffenheit der damaligen 
Reagentien durchaus nicht als einwandsfrei bezeichnet werden 
kann. Die erste Untersuchung, bei welcher nur der Eisengehalt 
in den verschiedensten Stoffen bestimmt wurde, stammt von 
Boussignault.*) Er hat im Blute vom Rinde und Schwein, 
im Fleisch verschiedener Tiere und in anderen Nahrungsmitteln 
den Gehalt an Eisen bestimmt und fand folgenden Gehalt 
pro 100 g: 
Blut 
Fleisch und Fisch 
Milch 
Hühnereier 
Epidermisgebilde 
Exkremente 
Früchte und Blätter 
Wein und Bier 
Wasser 
von 0,0375—0,0634 mg 
» 0,0015—0,0372 » 
» 0,0018 » 
» 0,0057 » 
» 0,0083—0,0755 » 
» 0,0004—0,0138 » 
» 0,0009—0,0131 » 
» 0,0040—0,0109 » 
» 0,0004-0,0028 » 
Einen eigentümlichen Fund von Eisen machte sodann 
Nasse,2) und zwar in Milzen eines älteren Pferdes. Er fand 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XXXIX. 16
        

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