Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Wirkung des reinen Hundemagensaftes auf das Hämoglobin, resp. Globin. (Zweite Mitteilung)
Person:
Salaskin, S. Katharina Kowalevsky
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17806/9/
Über die Wirkung des reinen Hundemagensaftes etc. 
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hierbei perlmutterglänzende Blättchen, welche zur Elementar¬ 
analyse verwandt wurden. 
0,2228 g der Substanz lieferten 0,4481 g C02 und 0,2011 g H20. 
Berechnet für C6H13N02: Gefunden: 
C = 54,96 o/o 54,86 °/o 
H = 9,92 °/o 10,03 °/o 
Diese Substanz war also Leucin. Die übrigen ausge¬ 
schiedenen Fraktionen von Krystallen wurden zu den bei den 
folgenden Versuchen erhaltenen Fraktionen hinzugefügt. 
Vers. 3 Vers. 4 
Oxyhämoglobin, auf den Trockenrückstand berechnet 271 g 474 g 
Verdauungsdauer................ 30 Tage 37 Tage 
Menge des im ganzen hinzugefügten Magensaftes . 7110 ccm 7020 ccm 
7110 ccm Magensaft enthielten N........1,86 g 
Beide Portionen wurden zusammengegossen. Eigenschaften 
und Reaktion des Verdauungsgemisches waren dieselben wie 
in Versuch 1 und 2. Nach Neutralisation mit Ba(0H)2 wurde 
von dem geringen Neutralisationsniederschlage abfiltriert, das 
Filtrat bedeutend eingeengt und nach Entfernung des Baryt¬ 
überschusses durch Schwefelsäurezusatz mit Phosphorwolfram- 
säure (es waren 2400 ccm der 33°/oigen Lösung erforderlich) 
gefällt. Weiter wurde der Phosphorwolframniederschlag, wie 
auch früher, mit H2S04 ausgewaschen und das Wasch¬ 
wasser besonders gesammelt; nach üblicher Behandlung mit 
Ba(0H)2 und Eindickung desselben bildete sich in ihm beim 
Stehen ein krystallinischer Niederschlag. Dieser wurde abfiltriert, 
mit Wasser ausgewaschen und zweimal aus heißer ammoniakali- 
scher Lösung umkrystallisiert. Nach all seinen Eigenschaften 
zu urteilen, stellt dieser Körper Tyrosin dar. Er wurde mit 
demselben, in Versuch 1 und 2 erhaltenen Niederschlage (siehe 
S. 573) vermengt. Zwecks endgültiger Reinigungr) wurde das 
Gemisch der Niederschläge im Kolben mit Wasser zum Sieden 
erhitzt, dann NH3 bis zu vollständiger Lösung des Ganzen 
hinzugetan; der heißen Lösung wurde nun vorsichtig Bleiessig 
bis zur Bildung eines farblosen Niederschlages hinzugesetzt, 
l) Siehe Hlasiwetz u. Habermann, Liebigs Ann. N. F., Bd. 93 
(1875) 151—166. 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XXXVIII. 38
        

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