Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bestimmung der Purinstoffe in tierischen Organen mittels der Methode des korrigierten Wertes
Person:
Burian, Richard J. Walker Hall
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17795/40/
Die Bestimmung der Purinstoffe in tierischen Organen etc. 375 
dann auf 50 ccm aufgefüllt; demnach bestehen hier die gleichen Kon¬ 
zentrationsverhältnisse wie in Experiment a. Hierauf werden 25 ccm 
einer N-freien 10 °/o igen Auflösung von (mit Äther gereinigter) Phosphorwol¬ 
framsäure hinzugefügt. BehandlungdesNiederschlages, wie sub a. Das Fil¬ 
trat enthält in diesem Falle 0,0019gN = 5,2 °/o des angewandten Guanin-N. 
c) 35 ccm einer alkalischen Hyp oxanthinlösungi) mit 0,0261 g N 
werden in der sub b) beschriebenen Weise mit ammoniakalischer Ag- 
Lösung gefällt. Der sorgfältig gewaschene Hypoxanthinsilberoxyd¬ 
niederschlag wird mit 8.5 ccm einer starken, aus N-freier Natronlauge 
hergestellten Natriumsulfidlösung in der Siedehitze zerlegt, das Schwefel¬ 
silber abfiltriert und gründlich mit heißem Wasser ausgewaschen. Das 
Filtrat wird mit N-freier Schwefelsäure neutralisiert, nach Zusatz von 
2,5 g konzentrierter H2S04 eingeengt und dann auf 45 ccm aufgefüllt. 
Die Flüssigkeit ist somit wiederum ungefähr normal in bezug auf H2S04 
und Yioo-n in Bezug auf Hypoxanthin. Fällung mit 25 ccm N-freier 10 °/o iger 
Phosphorwoifrairisäurelösung; Abfiltrieren und Auswaschen des Nieder¬ 
schlages wie sub b). — Filtrat-N: 0,0013 g = 4,9°/o des angewandten 
Hypoxanthin-N. 
Ganz ähnliche Ergebnisse werden auch erhalten, wenn an Stelle 
von reindargestellten Purinsubstanzen Pankreashauptfällungen zur 
Anwendung gelangen. Dies lehrt 
Versuch XXI. (Burian, Herbst 1901.) In den aus Schweine¬ 
pankreas hergestellten Extraktfraktionen Â2 und B? des Versuches II 
(vgl. ;S. 341) werden in der gewöhnlichen Weise die Hauptfällungen 
erzeugt. Die sorgfältig gewaschenen Niederschläge werden in je 200 ccm 
Wasser, dem 5 g N-freier konzentrierter H2S04 zugesetzt sind, suspen¬ 
diert und in der Siedehitze durch H2S zerlegt. Nach Abfiltrieren und 
gründlichem Nachwaschen des Schwefelsilbers werden die Lösungen 
eingeengt und dann in Maßkölbchen auf je 100 ccm aufgefüllt, so daß 
sie abermals in bezug auf H2S04 ungefähr normal sind. Je 20 ccm der 
Flüssigkeiten dienen zur mehrmals wiederholten Anstellung der Biuret- 
reaktion, die in beiden Fällen negativ ausfällt. In weiteren je 10 ccm 
wird der N-Gehalt der Lösungen bestimmt. Die aus A2 stammende Probe 
liefert 0,0068 g, die aus B2 stammende 0,0075 g N. Demnach beträgt der 
N-Gehalt der ganzen Zerlegungsflüssigkeit (Gesamthauptfällungs-N) 
bei As 0,068 g, bei Bs 0,075 g. 
Je 50 ccm der beiden Lösungen werden nunmehr mit je 25 ccm 
der in Versuch XIX sub a) erwähnten N-haltigen 10°/oigen Phosphor¬ 
wolframsäurelösung ausgefällt, die Niederschläge abfiltriert und dreimal 
mit je 30 ccm Normal-H2S04-Lösung nachgewaschen. Der Filtrat-N be¬ 
trägt bei A2 0,0028 g, bei B2 0,0030 g, wovon indessen — der in der Phos¬ 
phorwolframsäure enthaltenen Verunreinigung halber — in beiden Fällen 
!) Bezüglich des angewandten Hypoxanthins vgl. unten S. 386. 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. XXXVIII. 25
        

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