Bauhaus-Universität Weimar

Zur Chemie des Gorgonins und der Jodgorgosäure. 
' .'Von 
M. llenze. 
Aus ÿiërh-»-li<*misi hc-ii !.;ilj<»ratorimn der zoologischen Station zu Neapel) 
iDer Jleilaktion zngegangen am 1. April lito.'l) 
Mit dom Namen Gorgonin wurde von Drechsel1) die 
schwarzhraune hornige Substanz bezeichnet, aus welcher sich 
das Aehsenskelett der schönet! Weichkoralle Gorgonia Gavolinii 
aulbaiit. Bisher hat sieh niemand wieder mit dem chemischen 
Studium dieser Substanz befallt. Die früheren Angaben 
Krukenbergs können hier übergangen werden. Nach den 
Krgebnisson «1er Drechsel sehen Arbeit hat man es mit 
einem Albuminoid und zwar mit einem dem Keratin der 
höheren Tiere vergleichbaren Körper zu tun. 
Die interessanteste Beobachtung, die bei jener ersten Unter¬ 
suchung gemacht wurde, bestand in der Entdeckung des aullcr- 
ordentlichen .lodreichtuins des Gorgonins, welches somit (‘in 
Vertreter der wenigen natürlich vorkommenden .lodeiweißkörpcr 
ist. Nach I ) rech sels Bestimmung enthält das Gorgonin 
7.81t °,o Jod, auf die bei 100° getrocknete Substanz berechnet. 
Bei dei* Zersetzung mit Barytwasser gelang es, ein kristalli¬ 
siertes jodiertes Spaltungsprodukt zu isolieren, was bis jetzt 
noch nie, weder aus einem natürlich vorkommenden, noch 
aus einem künstlich dargostellten Jodeiweihkörper gelungen ist. 
Die letzten darauf hinzielenden Versuche stammen meines 
Wissens von Oswald2) und beziehen sieh auf Thvreoglobulin 
i| Zeilsehr. I. I*iol<»ui
    

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