Bauhaus-Universität Weimar

Feber Uroferrinsäure. 
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Barytsalz berechnete sich für die freie Säure ein Gehalt ah 
Stickstoff von 11,82 ft/o und an Schwefel von 2,12 °/o. Die 
Säure gibt zwar keine Biuretreaction, jedoch eine schwache 
Millon sehe; sie enthält keinen mit alkalischer Bleilösung ab¬ 
spaltbaren Schwefel und wird durch Phosphorwolframsäure 
und Sublimat nicht, wohl aber durch Mercurinitrat und Mer- 
curisnlfat gefällt. 
hinen Körper von ähnlicher Zusammensetzung erhielt 
bald darauf PreglM durch Extraction von zur völligen Trockene 
eingedampftem Harn mit Alkohol, Fällen mit Baryt und Bei 
nigen mit Phosphorwolframsäure. Auch er konnte nur das 
Barytsalz der Säure analysiren, dessen Eigenschaften zwar 
mit denen der Oxypn»teinsäure übereinstimmten, während je¬ 
doch die procenluule Zusammensetzung erheblichen Schwank¬ 
ungen unterworfen war. 
Als ein weiterer Versuch zur Darstellung von Verbin¬ 
dungen mit neutralem Schwefel aus dem Harn muss die Arbeit 
von Cloetta,-) welche im Schmiedebergschen Labora¬ 
torium zu Strassburg ausgeführt wurde, über die von ihm so 
benannte «Üroprotsäure» angesehen werden. Er erhielt das 
Barylsalz aus dem Harn von Hunden, «lie reichlich mit Fleisch 
gefüttert worden waren, und zwar in ziemlich beträchtlicher 
Menge, aus «• 1 ca. 2 g. Auf Grund der Analysen von sieben 
verschiedenen Darstellungen des Barytsalzes — die* freie* Säure 
selbst isolirte er nicht, obwohl von einem Mangel an Material 
bei einer so reichlichen Ausbenfe keine Bede sein konnte — 
schreibt er der Fröprotsäure die Formel (:<5ÄHi.16N.rtS().1Hr „11,0 
zu. Zunächst ist es nicht verständlich, wie Cloetta auf Grund 
seiner publicirten Analysen zu einer bestimmten Formel gelangt, 
denn selbst abgesehen davon, dass fast jedes Präparat seine 
eigene Formel besitzt, z«*igt jede einzelne Formel bei genauer 
Nachrechnung unter Berücksichtigung der gefundenen Proeent- 
zahlen eine Zusammensetzung, die mit der von Cloetta auf¬ 
gestellten in ziemlich grossem Widerspruche steht. Aus den 
l) Pr
    

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