Bauhaus-Universität Weimar

2&Î 
0. Thiele. 
B. 
Darstellung der Säure aus dem alkoholischen Extract 
von eingcdarapftem Harn nach vorheriger Reinigung dieser Extraction 
durch Ausfällen eines Eisenniederschlages. 
1. Versuch. 
Wegen der so ausserordentlich geringen Ausbeute, die 
bisher ans den Fisonni edersehlägen erhalten wurde, war es 
vor der Hand nicht möglich gewesen, eine wirkliche Cha- 
raklerisii img der Säure durch genaue Analysen zu bewirken. 
Vor Allem wurde jetzt darauf Gewicht gelegt, eine gute Aus¬ 
beute zu gewinnen und den Gehalt an Asche, der trotz langen 
Auswaschens der Niederschläge mit gesättigter Ammonsultät- 
lösung in den Substanzen verblieb, herabzumindern. Da auch 
die Beobachtung gemacht wurde, dass mit steigender Tempe¬ 
ratur beim hindampfen des Harns auch eine entsprechende 
Zunahme der mit coneentrirter Schwefelsäure aus der ammon- 
sullätgcsältigtcn Flüssigkeit ausfällbaren Verunreinigungen er¬ 
folgte. und dass die Säure selbst in 70—80" ,Ogern Alkohol ausser¬ 
ordentlich leicht löslich war, so konnten demgemäss einige, 
von der eigentlichen Kisonmelhode > abweichende Moditi- 
ealionen in diesem Falk* vorgenommen werden. Besonders 
war durch eine eventuelle, alkoholische Extraction die Aussicht 
vorhanden, «lie Menge der der Substanz bisher anhaftenden 
Verunreinigungen, sowohl organischer wie anorganischer Natur, 
zu redlichen, zumal auch dadurch das Ausfällen der äusserst 
voluminösen Phosphatniederschlage leicht vermi(*den werden 
konnte. Zur Darstellung der Säure wurde nunmehr folgender 
Weg eingeschlagen: 
Fngelalir 1.50 1 Harn wurden bei schwach ammonia- 
kalisctier Beadion auf dem Wasserbade bei einer Temperatur 
von R> bis 50" zu Syrupconsisteiiz eingeengt und sodann mit 8 1 
75 "Vigem Alkohol unter Krwärmen zweimal extrahirt. Ge¬ 
legentlich der Fntersuchung einer Probe dieses alkoholischen 
Kxtracles zeigte es sic h, dass aus demselben, nach vorheriger 
Verdünnung mit der gleichen Menge Wasser, mittelst wässeriger 
Fiseuammoniakalaunlösung ein grauschwarzer Niederschlag ge-
        

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