Bauhaus-Universität Weimar

Zur P!ivsioli»<£!(_• »k*r Oxalsäure und Öxnlursäim* im Harn.. 211 
Dioso grossen physiologischen Schwankungen müssen uns 
in (1er Deutung der hohen Zahl der Xachporiode im Versuche III 
(Tabelle VI) als Pol«« der Harnsäurefütterung vorsichtig machen. 
Möglicher Weise liegl die Ursache der physiologischen Schwan¬ 
kungen in dem verschiedenen Gehalt der Futtermittel an Oxal¬ 
säure, so dass es noting ist, hei einem Versuche das Putter 
stets aus demselben Vorrath zu entnehmen. 
Ks fragt sieh nun. wie man -diesenusbleihonde Vermeh- 
rung der Oxalsäureausscheidung hei llarnsäurceinl'ührung deuten 
muss. Man darf zuerst nicht glauben, dass die llarnsäim* nicht 
resorhirt worden ist, da die charakteristische. Vermehrung des 
Totalstiekslolfs immer rechtzeitig cintrai. 
Zweitens könnte man (hmken, dass die Umwandlung der 
Harnsäure in Oxalsäure, welche in vitro so leicht vor" sich 
geht, im Thiororganismus. wo die Verhältnisse viel verwickelter 
sind, aus uns unbekannt!* Gründen ausbleibt. Fine solche 
Annahme ist sicher nicht ohne Weiteres von der Hand zu 
weisen: trotzdem kann man dagegen einige* ernste Gedenken 
erheben : das Nichterscheinen der Oxalsäure im Irin sehliesst 
nämlich die vermehrte Bildung desselben nicht aus, da es wohl 
möglich ist, dass die* neugebildeleOxalsäure weitere*Umwand¬ 
lungen erleidet. Fs ist noch eine strittige Frage, ob die Oxal¬ 
säure im lhierorganismus weiter verbrannt wird oder nicht. 
FinigeAutoren, wie* I\>hl.,si Gaglio,n*i Abeies,20) Wiener21) 
und Faust,22, glauben, dass die* Oxalsäure den Organismus 
ganz unverändert durchläuft; andere und specioll alle neuere*n 
Forscher haben dagegen (‘ine* mehr oder weniger vollständige 
Zerstörung dieses Körpers wiederholt constatirt (Marfori,23) 
Hiunti,24) Klemperer und Tritschler, Lomme*l, Slra- 
domsky, Hildebrandt, Barth und Aulenrietln. Die Frage 
scheint also heutzutage vielmehr im Sinne der Oxydation als 
in tler entgegengesetzten Richtung gelöst zu sein. Folglich 
konnte man wohl annehmeu, dass die Harnsäure sich that- 
sachhch im Thierkörper in Oxalsäure umwandelt, dass aber 
die neugebildete Oxalsäure weiter oxydirt wird und deswegen 
nicht un Urin erscheinen kann. Fin Versuch von Klemperer 
und tritschler, welche eine Umwandlung der Harnsäure in
        

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