Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Schicksal cyklischer Terpene und Campher im thierischen Organismus. Dritte Mittheilung: Ueber das Verhalten des Camphers im Thierkörper
Person:
Fromm, Emil Hermann Hildebrandt Paul Clemens
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17727/3/
Verhalten des Camphens im Tliierkiirpu' 
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höhter Temperatur durch Wasserabspaltung au* 2 Molekülen 
des sogenannten Camplienols entsteht. 
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Hin Tlieil der Fraction von 202 -201° wurde zu einer 
Oxydation mit Permanganat in der Kälte verwendet. Diese 
Reaction, welche sehr leicht eintritt. hat «ms gezeigt, dass der 
vermeintliche Camphenol überhaupt kein Alkohol, sondern 
sonderbarer Weise ein Aldehyd ist. Wir vermochten nämlich 
aus der alkalischen  
verlauten. Nach einer solchen Gleichung kann .-aber eine Säurt* 
nur aus einem Aldehyd entstehen. Einige Versuche erwiesen 
sofort die Dichtigkeit Unseres Schlusses, Der vermeintliche 
Camphenol reducirt Silberoxyd unter Spiegelhildung und liefert 
mil Disultit eine prachtvoll krystallisirende Verbindung. 
Die Silure ^ *10^ ^ ^2*» welche wir bei der oben erwähnten 
Oxydation erhallen haben, schmolz zunächst bei 102°, zeigte 
über nach mehrfachem Fmkrystallisiren aus verdünntem Alkolud 
dcu Schmelzpunkt 117-118°. 1'nlcr den in der Litleratur 
bekannten Verbindungen ClftIIlc<>, zeigt nun I*<>camphenilan- 
säure von Rredt und .lagelki O den Schmelzpunkt 118°, Ra 
Isocimiplienilansäure nach den genannten Forschern auch durch 
Oxydation mit Permanganat aus Camphenilanaldehyd zu er¬ 
halten ist, so konnte unsere Säure mit Isooamphcnilansäuro, 
unser sogenannter Camphenol mit Camphenilannldebyd iden- 
tisch sein. Gegen die Identität des sogenannten Camplienols 
mit Camphenilanaldehyd sprach allein der Cmstand, dass 
Camphenol bisher nur in flüssigem Zustande erhallen worden 
ist, während der Camphenilanaldehyd von Die dl und .lagelki. 
als schön kryst allisirende Verbindung vom Schmelzpunkt i»s 7( >(> 
beschrieben wird. \\ ir haben deshalb den ganzen Rest unseres 
Camphcnolvorraths durch Schütteln mit Disidtit m das kry- 
dallisirle Additionsproduel verwandelt und ans diesem. nach 
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