Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Eine neue Methode zur Bestimmung des Ammoniaks im Harne und anderen thierischen Flüssigkeiten
Person:
Folin, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17723/9/
liestimmutig des Ammoniaks im Harne elf. 
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Vorlage hinüberreissen. Um dies vollständig zu verhindern, 
ist es zweckmässig, die aus der alkalischen Flüssigkeit aus¬ 
strömende Luft zuerst durch ein gewöhnliches Udoroalcium- 
rohr oder durch einen sogenannten Vorstoss, in welchem 
etwas Baumwolle vorhanden ist, zu leiten. Die Wolle hält 
jede Spur von Alkali zurück. 
VII. Fs muss schliesslich noch erwähnt werden, dass 
hei diesen Untersuchungen 
Alizarinroth als Indicator 
benutzt wurde. Dieser In¬ 
dicator ist wohl etwas we- 
A niger empfindlich als an¬ 
dere; bei etwas. Uebung ist 
es aber leicht, den Ktid- 
punkt der Titration genau 
^ bis auf 0,0.') ccm n 20 Nor- 
mallauge lestzuslellon. Nur 
datl mau nicht zu viel von 
dem Indicator benutzen (zwei 
I roplen I "..tiger Lösung in 
200—-ÎOO ccm ’ Flüssigkeit 
, genügt , auch soll man mir 
bis zu Hothfärbung und 
nicht bis zu Violettlärbung 
a titriren. Alizarinroth 1ial den 
Vorzug, dass massige Menge*! 
D Kohlensäure, Ammonsalze 
oder die organischen Lö¬ 
sungsmittel, Methylalkohol, 
Petroleum oder Toluol die 
Titration nicht stören. 
Dies ist darum wichtig, weil aus Harn, wie aus Blut, 
»eben dem Ammoniak durch den Luitstrom auch eine mir 
unbekannte stiekstofl haltige Substanz ausgetrieben wird, die 
zum Theil in der Vorlage zurückbleibt. Die Substanz ist 
labil und wird durch Kochen bei alkalischer, wie bei saurer 
Beaction unter Ammoniakabgabe gespalten. Man wird dem-
        

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