Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Nucleinsäure des Weizenembryos
Person:
Osborne, Thomas B. Isaac F. Harris
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17673/16/
too 
r h ornas K. Osborne und Isaac F. Harris. 
gossen. Die freie Nudeinsäure wurde abliltrirt, gründlich mil 
verdünntem Alkohol gewaschen und über Schwefelsäure ge¬ 
trocknet. Feucht hatte die Substanz ein sehr blassgrünes 
Aussehen, trocken erschien sie weiss mit einem eben merk¬ 
lichen Stich ins (irüne. In überschüssigem Ammoniak gelöst, 
gab sie eine klare gelbe Lösung mit nicht der geringsten Spur 
von Dkm, das sonst von den Kupferammonium-Ionen gewöhnlich 
verursacht wird. Bei der Veraschung hinterliess das Präparat 
eine Asche von Kupferphosphat, die 17,43° o der trockenen 
Substanz bildete. 
Der Best des Präparates wurde in Ammoniak gelöst, die 
Losung mit Essigsäure ungesäuert, Chlorammonium hinzugesetzt 
und Schwefehvasserstoir durch die Lösung geleite t. Nach Ent- 
terimng des Schwelelkuplers wurde die Nuoleinsäure mit Salz¬ 
säure gelallt und mit unveränderten Eigenschaften wieder¬ 
erhalten. 
Sehmiedehcrg1 ) hat ein ähnliches 'Verhalten bei der 
Sulmomioleinsüiiro beobachtet, denn ergibt an, dass die Nuelein- 
säure niemals kupferfrei erhalten werden konnte durch Fällung 
mit Salzsäure, auch nicht durch Auflösen in coneentrirter Salz¬ 
säure. Wurde nucleinsaures Kupier iu Ammoniak gelöst und 
die Lösung mit Baryiimchlorid behandelt, so fand er. dass das 
gefällte nudeinsäure Daryum noch Kupfer enthielt, das nicht 
durch Waschen mit Ammoniak entfernt werden konnte; 
ci Versuch, nucleinsaures Kali krystallinisch 
zu. erhalten. 
Es wurde Tritieonudeinsäure in der hinreichenden Menge 
Kalilauge gelöst, um eine-, leicht alkalische» Reaction gegen 
Phenolphthalein zu erhalten, soviel Alkohol zugefügt, um eine 
schwache Trübung zu erzeugen, und die Flüssigkeit über Cal- 
ciumoxyd verdunsten gelassen. Der entstandene amorphe Nieder¬ 
schlag wurde wieder gelöst und wie vorher behandelt, doch 
konntet! keine Krystalle erhalten werden, selbst nicht nach 
mehrmaliger fractionirter Fällung. Die Zugabe von mein 
1 Arth. f. exp. Path u Pharm.. Hd. 43. S. 57.
        

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