Bauhaus-Universität Weimar

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Paul .h-risen. 
Wasser extrahirt, wobei ein Theil desselben Zurückbleiben 
musste ; und zweitens wurde nicht berücksichtigt, dass ver¬ 
schiedene in der glycogenhaltigen Organllüssigkeit enthaltene 
Salze und sonstige Körper von erheblichem Kinlluss auf die 
Karbenreaetion des Glycogens sind.*) Diese beiden Fehler galt 
es also thunliehst zu vermeiden. 
I m möglichst alles ( ilycogen in Lösung zu bekommen, 
befolgte ich die damals als die zuverlässigste anerkannte 
Drüeke-KiiIz'sehe Methode**) bis zur Herstellung des Fil¬ 
trates nach Ausfüllung des hiweisskörpers durch .lodijuecksilber- 
jodkaliiim. Das bedeutet zwar gegenüber dem Goldstein schen 
Verlabren eine (Complication; immerhin aber wird auch so noch 
ein sehr langwieriger Theil der W’ägungsmethode, nämlich das 
Sammeln, Heinigen, Trocknen und Wägen des Glvcogens bei 
Seite gelassen und durch einige rasch auszuführende Ope¬ 
rationen ersetzt. 
Die in der angegebenen Weise hergestellten Organ- 
flüssigkeitiMi des Frosches, der hier hauptsächlich in Betracht 
kommt, sind in der Regel hinreichend klar, was für die Aus¬ 
lührung der (Colorimetric selbstverständlich Frforderniss ist. 
Sollt«* nach Anwendung des Drücke sehen Reagens in dem 
filtrat eine erhebliche, nur langsam niedersinkende Trübung 
vorhanden sein, so müsste diese nach Pflüger s") Vorschrift 
entfernt werden.***) 
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*' P. kill/.*1 findet auch darin ein Hedenken gegen die Zulässigkeit 
dt*r «.i|..iijiM‘lrisrliHi Methode, dass Leber- und Muskelglyeogen und 
ferner ein schon getrocknet gewesenes und ein frisches Präparat ver¬ 
schiedene- Jod react ionen geben können. Doch sind diese laderschiede 
s" gering, dass sie da. wo die Colorimétrie überhaupt erlaubt erseheint, 
vernachlässigt werden dürfen. 
**' Zwar, erhält man. wie besonders PflügcrN feststellte, auch 
so meid alles (ilycogen im Filtrat. Doch lässt sieh, wenn man die 
kleinen Organmengen in verhältnissmässig viel Flüssigkeit löst. «1er 
l'*‘hler ziemlich gering machen. \ ielleicht aber könnte man auch das 
neue Verfahren von P fl tigert eidsprechend verwert lien. 
***' Deiläuligsei bemerkt. dass sieh in rein wässerigen glycogen- 
.haltigen- Organextraeten nicht selten nach Zufügung der Jodjodkalilösung 
ein feinkörniger, tirauner Niederschlag bildet, der auch sclio'n voll 
1. in h s i it g e r *V beobacht'*! wurde.
        

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