Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Verhalten in den Magen eingeführter Harnsäure im Organismus
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17656/13/
Verhalten in den Magen cinjrefiilirter llarmüuie im Organismus, öle? 
[{Unsen'schon Bestimmung als (’.()ä auftretende GO-Gruppe- 
beträgt an 7 Normaltagen 22,0t» g, also pro Tag 3,28, in 
\ Tagen 13.12 g. An den i- Harnsüuretagcn sind ausgoschiöden 
15,830 g O [-Gruppe, die Differenz beträgt 2,710 g, sie ist 
also etwas grösser, wie die aus der N-Bestimmung abgeleitete, 
was wohl auf Beobachtungsfehler zurückzuführen ist. 
Berechnet man andererseits den bei der' Bansen sehen 
Bestimmung als NH;$ abgespaltenen Stickstoff, so ergibt sich 
Folgendes: An 5 Normaltagen sind ansgosehieden 15,07s g 
resp. pro l ag 3,1050, also an \ Tagen 12,782, an den \ Harn¬ 
säuretagen 11,080 g, die Differenz ist 2,207. Diese Zahl ist 
erheblich niedriger, als die oben für die GO-Gruppe berechnete. 
Das Verhältniss von GO : N würde sich auf 100: 81,10 be¬ 
rechnen. Diese Relation spricht dafür, dass ein erheblicher 
Theil der Harnsäure zu Allanloin oxydirt und als solches aus- 
geschieden ist, denn dieses lieferte in meinen Versuchen GO 
and N in dein Verhältniss von 100:78,75. Dass in der That 
erhebliche Mengen von Allantoin im Harn enthalten sein 
müssen, dafür spricht auch die starke Abnahme der Alkales- 
cenz. Allerdings - beweist sie wieder etwas za viel. Es be¬ 
rechnet sich an den i Harnsäuretagen ein Blas von neuge- 
bildeter Säure gegenüber den Normaltagen - 73,30 ccm. 
Normalsäare. Da nach der früheren Bestimmung 0,1 Allanloin 
1,02 Normalsäare bildet, so würden hiernach im Harn 7,10 
Allantoin enthalten sein müssen. Diese entsprechen 2,5 îx g N, 
also mehr als oben als Mehrausscheidung berechnet. Danach 
würde sich aas der Harnsäure nur Allantoin bilden und gar 
kein Harnstoff, was mit dem Ergehn iss der ersten Versuchs¬ 
reihe in Widerspruch steht und auch mit dem Zahlen, welche 
das Verhältniss von GO and N angeben, nicht ganz/in Ein¬ 
klang steht. Wie dem nun auch sein mag, jedenfalls enthält 
der Harn viel Allantoin, das nach einfachem Eindampfen de 
Harns direkt herauskrystallisirte. 
Als Gesammtresultat ergibt sich bezüglich des Verhaltens 
der per os eingeführten Harnsäure beim Hand Folgendes : 
Die Harnsäure wird zu einem wechselnden’ Bruchthcil 
resorbirt. Von der resorbirten Harnsäure geht ein erheblicher 
s
        

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