Bauhaus-Universität Weimar

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I! ichard Hauer 
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bine sehr bequeme Reaction auf Merkaptane ist von 
. Rubner1)' angegeben worden. Kino gelbrothe Lösung von 
Isatin in concent rirter Schwefelsäure färbt sieh durch Mer 
S' 
kaptandümpfe grasgrün. Dass diese Reaction unter den 
liier in Retraolit kommenden, flüchtigen Schwefel Verbindungen 
nur den Merkaptanen zukommt, davon habe ich mich dadurch 
überzeiigl. dass ich weder mit Schwefelwasserstoff, noch Schwelel- 
ammonium noch mit organischen Sulfiden Rriinfürbung erhielt. 
Wühl aber gelang die Reaction mit Methylmerkaptan, das ich 
nach Pierre (llason-) dargestellt hatte, 
I’m mit dieser Reaction das in der Kalilauge absorbirte 
Alerkaplan naehzuweisen, wurde die Lauge mit Oxalsäure 
neutralisât, zum Sieden erwärmt und die Dämpfe in Isatin- 
Schwefelsäure geleilet: doch trat die erwartete («.rünfarbun«' 
(*rst nach längerer Zeit und ziemlich undeutlich ein. Da die 
Verbindung der Merkaptane mit Alkalien nicht sehr beständig 
ist und die Lauge erst mich einiger Zeit in Arbeit genommen 
wurde, so war der unsichere Ausfall der Reaction leicht zu 
erklären. 
Ks wurde* deshalb ein neuer Versuch ausschliesslich zum 
Nachweis des Merkaptans angestellt und hierbei die Dämpfe 
direkt in IsaIilischwefelsâure geleitet. 
Zu diesem Zwecke wurde eine neue Portion Hornspnne- 
Idsung, bestehend aus dem Inhalt von 10 Röhren, in einen 
Kolben gelullt, durch dessen doppelt gebohrten Stopfen ein 
langes und ein kürzeres Knierohr gesteckt waren. An das 
kürzere Rohr schloss sich ein Kühler und eine WoulffLsche 
Hasche zur Aufnahme der condensirten Dämpfe, hieran ein 
Ghlorealeiumthurm und an diesen eine kleine Hasche mit 
Isatinsehwcfelsüure. Der Kolbeninhalt wurde mit Oxalsäure 
ungesäuert, langsam erwärmt und mittelst Säugpumpe die 
Rümpfe in die Isatinschwefelsüure geleitet. 
Aber auch diesmal trat die Grünfärbung der Isatin¬ 
schwefelsäure erst nach geraumer Zeit und nicht so deutlich 
>» Kühner. Archiv f. Hygiene. Bil. in. isna. 
- I’. Cl as on, siehe oben.
        

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