Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntniss einiger aus Pflanzen dargestellten Aminosäuren
Person:
Schulze, E. E. Winterstein
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17640/13/
Kcnntniss einiger aus Pflanzen dargestellten Aminen.-,-n. 311 
oben ausgesprochene Vermuthung betrachtet werden.'i Auch 
sei hier noch erwähnt, dass Tyrosinpräparate, die in unserem 
Laboratorium aus Käse dargestellt worden sind, ein schwanken¬ 
des und zugleich so niedriges specilisches Drehungsvermögen 
zeigen, dass auf eine Beimengung von raeemischem Tvrosin 
geschlossen werden muss. 
Wir haben auch noch einen Versuch mit einem aus den 
Knollen von Dahlia variabilis dargestellten Tyrosinpfäparat aus- 
geluhrl. Auch dieses Präparat zeigte ein relativ hohes 
specilisches Drehlingsvermögen (es drehte, noch etwas stärker 
als das aus Kartofl'elknollen dargestellte Tyrosin). Wirtheilen 
die betreffende Zahl hier nicht mit, weil dieses Präparat noch 
gefärbt, demnach auch nicht völlig rein war. Die Ouantität 
dieses Präparates war nicht gross genug, um dasselbe Beini- 
gungsoporationen, die ja immer mit Verlust verbunden sind 
zu unterwerfen. Wir beabsichtigen jedoch, aus den genannten 
nolien, welche ein gutes Material zur Darstellung von Tvrosin 
sind, demnächst noch einmal Tyrosin in etwas grösserer (Menge 
darzuslellen und dasselbe, nachdem es gut gereinigt worden 
ist, wieder aut sein specilisches Drehungsvermögen hin zu 
untersuchen. 
Den im Vorigen gemachten Mittheilungen über das spc 
cilische Drehungsvermögen und einige andere Eigenschaften dei 
aus Pflanzen dargestellten Aminosäuren wollen wir noch einig« 
h ln der Abhandlung von K. Schutze. V. Steige- und F Boss 
bard m d.cser Ze.tsehrirt, Bd. IX. S. «.1-120. fag a„f S. .......... 
dass fur cm beim Kochen von Conglulin mit Salzsäure erhaltene» 
Di^mpraparat, gdosl m i ' -«a«-, Salzsäure. |a| t)= - gefunde, 
« de. l,s scheint jedoch, dass diese hohe Zahl auf einen Beobachtung* 
fehler_a.ruckiu6.hrcn ist. da das Tyrosin gleicher Herkunft in äo»',,^, 
Salzsäure nur ebenso slarfc drehte. wie das von K. Fischer unter- 
suchte räparat «für welche* in 4‘/.igcr Salzsäure |«|j>,= _ mg. 
un eil wurde), \ollig sielier würde diese Schlussfolgerung allerding» 
nur dann sein, wenn für die Bestimmung des spceifischen Brelmn- s- 
vermögen* m i"..„ger und in 20%iger Salzsäure- von K; SehulZe 
.. S e,ger und !.. Bosstiard genau das gleiche Tyrosinpräparal ver- 
«endet wurde (oh dies der Fall war. lässt sieh nicht mehr f'stslellen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.