Bauhaus-Universität Weimar

Verhalten des Arabans zur Fehling'schen Lösung. 241 
darslellen, welches bei der Hydrolyse mit 2°.oiffer Scliwelel- 
säure (3 Stunden im Wasserbad) reichlich Arabinose liefert»«, 
mit verdünnter Salpetersäure nach dem Verfahren von Kent 
und Toliens keine Schleimsäure gab, also kein Galäctan 
enthielt. 
Diese auffallende Erscheinung, durch welche zunächst 
festgestellt war, dass unter Umstünden auch Araban durch 
Fehling sehe Lösung gefüllt wird, erlorderte eine genauere 
Untersuchung, über deren Resultate ich im Folgenden berichte. 
Am nächsten lag es. daran zu denken, dass das Araban 
der genannten Materialien — Rübenschnitzel und Kirsch- 
gunnni durch das langdauernde Kochen mit Natronlauge, 
welches erforderlich war, um das Araban in Lösung zu bringen, 
Veränderungen erlitten haben könnte,. durch welche es "un¬ 
fällbar geworden war. Man konnte sich wohl vorstellen, dass 
dabei Zwischenstufen zwischen Araban und Arabinose ent¬ 
stehen, ähnlich den zwischen dem löslichen Amylum und dein 
Traubenzucker stehenden Dextrinen, welche ja auch wesent¬ 
lich andere Eigenschaften haben, als diese beiden Körper. 
Um dieses zu prüfen, wurden 20 g desselben Gummi, in 
öOiM-cm. li'Wäger Natronlauge gelöst, 5 StundeiUam Rücktluss- 
kühler gekocht, von einer geringen flockigen, beim Stehen sich 
allmählich zu Roden senkenden Ausscheidung (vcrmuthlieh Cal¬ 
ciumphosphat) abgegossen. Die Lösung gab ohne Innehaltung 
besonderer Bedingungen mit F eh lingscher Lösung einen dicken, 
bläulich-weissen Niederschlag. Für diese Lösung stimmte» also 
die Voraussetzung nicht. 
Weiterhin wurde nun die Lösung mit öliger Natron¬ 
lauge auf das Fünffache verdünnt, sodass sie nun ungefähr 
ü.S",, Gummi enthielt. Dieses entsprach in der Concentration 
ungefähr der aus dem Stroh in den trüberen Versuchen er¬ 
haltenen Xvlanlösung bei der Annahme, dass das Gummi ara¬ 
bicum fast ganz aus Araban besteht I HK) g Stroh lieferten 
r Xylan, welches in etwa 2lh bis .‘î Liter etwa 5°/
    

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