Bauhaus-Universität Weimar

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M. Siegfried. 
Aus Aiitipcptoii a. Darstellung III. 
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II. Eigenschaften der Antipeptone a und ß. 
Die Antipeptone u mul ß sind durch Alkohol gefülll lockere 
schnoowoisso Pulver; sie sind nicht zerlliesslich, aber ausser¬ 
ordentlich leicht löslich in Wasser und gesättigter Arnmon- 
sulfatlösiing. In »(."/»igem Alkohol sind sie schwer löslich 
etwas leichter in heissem als in kaltem; heim Erkalten heiss 
gesättigter alkoholischer Lösungen scheidet sich ein TheU des 
gelost gewesenen Peptons in mikroskopischen durchsichtigen 
Körnchen aus, die keine Krystallllüchen erkennen lassen In 
eben geschmolzenem Phenol sind sie ziemlich leicht löslich und 
scheinen aus diesen Lösungen unverändert abgeschieden zu 
werden. Hei den vorläufigen Versuchen sind sie noch nicht 
krystjillisirt (Thalien worden. 
Sie sind schwefelfrei, d. h. nach dem Verschmelzen mit 
Aetznatron und Saljieter, Eindampfen der Lösung der Schmelze 
mit Salzsaure, Lösen in Wasser entsteht auf Zusatz von 
liuryumchlorid keine Ausscheidung von Haryumsulfal, voraus¬ 
gesetzt. dass sie hei ihrer Darstellung durch völlig kalkfreies 
Harythydrat ganz sulfatfrei gemacht worden sind. Sie sind, 
wenn reine Heagentien verwendet werden, völlig asehefrei. 
Die Lösungen der Antipeptone reagiren sauer. Scharf 
»laues Lackmuspapier wird scharf ziegelroth gefärbt. Die 
Natron- und Harytsalze reagiren alkalisch. Sie schmecken 
nicht bitter, sondern säuerlich und hinterlassen einen an¬ 
genehmen, an Floisehoxtract erinnernden Geschmack. 
Die Antipeptone werden schon durch Erhitzen auf Kg)» 
langsam, bei höherer Temperatur schneller zersetzt. So lieferte 
das Antipepton u, das bei 70» bis zur Gewichtsconstanz ge¬ 
trocknet die Wert he C =■ 46,84»/«, N = 16,45»/» (8. s 174 
Analysen 1 und 2) gab, nach 4 ständigem Erhitzen auf W
        

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