Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber eine experimentelle Stoffwechselabnormität
Person:
Hildebrandt, Herm.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17625/8/
HH 
Herrn. Hildobrandt. 
Immerhin wird man annehmen können, dass der bei 
weitem grösste Tliei) der injicirten Oxalsäure zur Resorption 
gekommen ist, um allerdings sehr bald durch Oxydation sieh 
dem Nachweise nn Harne zu entziehen. Die von einigen be¬ 
hauptete Unzerstörbarkeit der Oxalsäure im Stoffwechsel trifft 
.demnach lür unseren Kall nicht zu. Ks ist mithin nicht zu- 
assig, die Menge der nach Traubenzuckerzuluhr im Harne 
geliindenen Oxalsäure als Maass der im Organismus gebildeten 
anzuselien. f.leiehwohl kann man aus ihrer Menge einen an¬ 
nähernden .Schluss ziehen auf den Umfang ihrer Bildung 
"» luerkorper. Betrachten wir den Versuch i..(Tab. Ii, wo 
ein mit Haler und Kalk genährtes Thier 7ög Traubenzucker 
vertragt und dabei in den folgenden i« Stunden 0 22 « Oxal- 
siure ausscheidel, um hei Wiederholung des Vorsüd,es in 
llalerdial zu (irunde zu gehen, so kann man folgende Berech¬ 
nung ansiellen: Uegen wir das bei subciitaner Oxalsäure- 
da rrcichnng erhaltene Resultat zu ( irunde, so würden die im Harne 
ge undeuen 0,22 g Oxalsäure auf eine Bildung von mindestens 
--g nn I hieikoriier schhi'ssen lassen: diese .Menge aber kann 
T i' .'!'1!:, 'v<'"n - .i«‘ nachdem man annimmt, dass aus dem 
Molekül I rauhenzucker il oder I Molekül Oxalsäure entsteht - 
l-og bis Mg ln .jener abnormen Weise oxvdirt werden Da 
nl>er enls|,rechend der allmählichen Aufnahme des Trauben¬ 
zuckers die Bildung der Oxalsäure allmählich erfolgt, so kann 
diese — INI Kalle der einmaligen Habe (cf. Tab. II) tödtliche - 
"M* Kalk «enäbrten Thiere noch völlig überwunden 
werden, während beim Hafèrthiere der Tod eintrift, ohne dass 
lene Menge völlig gebildet zu sein braucht. Kür die Richtig¬ 
en dieser Aullassung spricht die verschiedene Toxieität der 
Oxalsäure beim Hater-und Kalkthiero: bei ersterem führt näm- 
i * "T,,"ü klein,‘,'° Oxalsäure den letalen Ausgang 
leibm a s lie. I liieren mit Beigabe von Kalk im Kutter 
><*l. I an. III. 
I VVen" m,li,s %mpiomonbild der Vergiftung mit Trauben¬ 
zucker am hafergenährten Thiere vergleiche mit dem nach 
Oxalsauredarreichung in die Erscheinung tretenden, so scheint 
i n i nu n ,‘ine Achnlichkeit zu bestehen und zwar derart,
        

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