Volltext: Ueber eine experimentelle Stoffwechselabnormität (35)

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H<rm. Hi tile bra ndt. 
Ich habe (labor .schon im .labre 18HK, als auf dom lb. (äm- 
grcssc für Innere Mediein die ‘Auto-Intoxication zur 
Ihscussi«»n -land, die beobachtete Tbatsaebo mitjrctbeilt. Krst 
später aber bin ich in Folge eigener Beobachtungen und An¬ 
gaben -anderer Autoren der Krage von 'einem anderen Gesichts¬ 
punkte aus näher getreten. 
Bekanntlich entsteht unter pathologischen Verhältnissen 
die dein Traubeiizuekor nahestehende Glykuronsäure in 
grössereri Mengen und dient zur Kntgiftung und Kliminatiou 
eingejiihrler Substanzen, so weit sie der Paarung mit (ilykuron¬ 
säure zugänglich sind. Schon Schmiedeberg hat sie als 
< Ix y dal io ns prod likt des T rauben zucke rs aufgefasst. Kino 
experimentelle Stütze erhielt diese Anschauung, als ich1) 
zeigte, dass Darreichung von Traubenzucker die? Toxicilät der 
aus Piperidin. Thymol, Kormaldeliyd gewonnenen Pasc liorab- 
selzt. -Neuerdings konnte ich das Gleiche für das stark 
giftige Thujon2 > lest steilen. Auf anderem Wege ist unlängst 
P. Mayerh zu dem Krgehuiss g(‘langt, dass im Organismus 
aus dem Traubenzucker Gtukuronsäure entseht, indem er nach¬ 
wies, dass die nach Kampferdarreiehung entstehende, gepaarte 
Verbindung ebenso wohl nach Zufuhr von Traubenzucker 
wie nach Zufuhr von freier Glykuronsäure ein«* Vermehrung 
Nun hat derselbe Autor nach Darreichung grösserer 
Mengen Glykuronsäure ilö 2(1 g subcutan) eine erhebliche 
Steigerung des Oxal Säuregehalt es des Harnes beobachtet, 
so «fass er zu dem Schluss kommt, dass wenigstens zum 
Thoil die Oxydation ihren Weg über Oxalsäure nimmt . Auch 
Darreichung von Traubenzucker führte zu einer um das 
Drei- bis Vierfache erhöhten Ausscheidung von Oxalsäure. *) 
• An lt. I. < \|rri im. iMiartn. u. I’alli . tld. I j, :H)H. ItlOO. 
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;r Vmli. »I. 10. <’.(»ii,;r. f, Inn. Mod.. I *.H)|. S. dt Id II. : IH. »Ml. W., 
l!*o|. Nt tu u. I7. 
•1 Traubon/.m-kor kann durch vorsohMlono Oxydât ionsmillol. so 
am It liât h \V. Hräutmam mittelst Kinwii kunjr von Chlorkalk. zu Oxal- 
s.titro (»xydirt werden, Thann. .Zt;r.. Nr. ill. llMU.
	        
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