Bauhaus-Universität Weimar

merken. Als specifisehes Drehungs vermögen, bestimmt in der 
gleichen Weise wie früher, wurde für fot] r> = —33,80° ge¬ 
funden. Als Lösungsmittel diente Chloroform. Das Drehungs- 
Vermögen hat sieh also nicht geändert (die kleine Abweichung 
vorn Irühem Resultat liegt innerhalb der Grenze der Versuchs¬ 
felder-). Der Schmelzpunkt lag hei 130,5°; er ist also auch 
unverändert geblieben. Dieser hier vorliegende Filterrückstand 
machte weitaus den grössten Theil des für den Versuch ver¬ 
wendeten Phyh »sterins aus. 
Ligenschalten der aus dem Filtrat durch Ausschütteln 
mit Aether gewonnenen Substanz. 
Ich löste den Rückstand in 05°;nigem Weingeist und 
liess die Lösung wieder eindunsten. Dabei hinterblieb eine 
Substanz, welche das Aussehen der gewöhnlichen Phytosterin¬ 
präparate besass ; nur war ein Stich ins Gelbliche wahrzu¬ 
nehmen. Der Schmelzpunkt von nur 125° liess jedoch ver- 
inulhen, dass der Körper durch das Erhitzen mit alkoholischer 
Kalilauge doch eine kleine Veränderung hätte erleiden können. 
Der ganze Versuch hat gezeigt, dass weitaus der grösste 
I heil des Phytosterins durch das vorgenommene achtstündige 
Kochen mit alkoholischer Kalilauge nicht verändert worden ist. 
Der im \ ergleich zur Hauptmasse sehr geringe Theil, der aus dem 
I- ill rat erhalten worden ist, war, nachdem Aussehen zu sehliessen. 
zum grössten Theil unverändertes Phytosterin gewesen, dem 
jedoch in kleiner Quantität etwas Anderes beigemengt war. 
Ich stellte nun in nachstehend beschriebener Weise einen 
zweiten Versuch an, durch welchen ich mich zu ermitteln be¬ 
mühte, wie viel Phytosterin sich beim längern Kochen mit 
alkoholischer Kalilauge* verändert. 
Ls wurden für den Versuch 1,8 g Phytosterin verwendet. 
Ich erhitzte während 10 Stunden mit doppelt normaler alkoho¬ 
lischer Kalilauge (34 g KOH £ 100 ccm. II2() -f HK) ccm 
G,II,011). .-Es wurden 300 ccm. dieser Flüssigkeit verwendet. 
Nach dem Erkalten schied sich der grösste Theil des Phyto- 
st crins aus. Es wurde ahfiltrirt und zeigte sich rein weiss 
und äusserlich nicht verschieden vom ursprünglichen Produkt, 
Audi der Schmelzpunkt war unverändert, nämlich 130,5°.
        

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