Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Methoden, die zur Abscheidung der Cholesterine aus den Fetten und zu ihrer quantitativen Bestimmung verwendbar sind
Person:
Ritter, Ernst
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17599/23/
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K. Hitter. 
geschehen. Im Vorsuch 9 aber gestaltete sich das Ablösen 
der letzten ..Seifenreste von den Schalenwandungen viel 
schwieriger. Das ziemlich hell gefärbte Produkt wurde in 
. gleicher Werse,, .wie schon früher angegeben, durch Ausfällen 
mit Wasser gereinigt. Das Filtrat erschien von Weitem milch- 
artig, fast weiss. Die gleiche Erscheinung, aber in wesentlich 
geringerem Grade wurde immer beobachtet, wenn durch Aus-' 
fällen mit Wasser gereinigt wurde. Man konnte aber mit 
blossem Auge keine Spur eines Niederschlages bemerken. Fm 
zu constatiron, ob sich darin Phytosterin befinde, wurde dieses 
hiltrat wiederholt mit Aether ausgesehiittelt. Es konnte aber 
keine bemerkbare Menge Phytosterin erhalten werden. Dieses 
eigenartige Aussehen schien von der grossen Menge der an¬ 
wesenden Seite horzurühren. Diese wird durch Einwirkung der 
grossen Wassermonge in saure fettsaure Alkalien übergegangen 
sein, und zwar in so feiner Vertheilung, dass ein Niederschlag 
nieht bemerkt werden konnte. Diese Ansicht wird dadurch 
unterstützt, dass eine Flüssigkeit, hergestellt durch Auflösen 
von etwas Seife und Glycerin in Wasser, unserm Filtrat 
täuschend ähnlich war. Gemerkt sei noch, dass der Aether 
im SoxhleFschen Apparat hier mindestens eben so gut und 
schnell durch die pulverisirte Seifenschicht hindurchsickerte, 
wie in den Fällen, wo Kochsalz verwendet worden ist. Die 
Ausbeute 1,8S°'.») ist trotzdem ausserordentlich niedre? 
p * 
Versuch 10. Hier wurden ca. tif) g Kochsalz ver- 
w(‘ndet. Fm (‘ine innig(‘ Mischung zu erzielen, wurde das 
Salz vorher in \\ asser gelöst und dann der Seifenflüssigkeit 
zugel ijgt. Extract ionsdauer / Stunden. Der Aether, der über 
Nacht den Gehälter anfüllte, welcher die während 7 Stunden 
exlrahirte Seife enthielt, war am nächsten Morgen noch ganz 
farblos und hinterlioss beim Verdunsten keinen Gückstand. ein 
Gewiss, dass die Extraction vollständig war. Während der 
Extraction wurde (fie Flüssigkeit im Erlonmcyer’schen 
Kölbchen unten etwas trübe. Nach einigem Stehen trat aber 
wieder vollständige Klärung ein, indem das Glycerin, welches 
die Trübung bewirkt hatte, sich vollständig, meist in Form 
von I Töpfen an den Gefässwandungen niedergeschlagen hatte.
        

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