Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Eine neue Methode zum Nachweis von Glukosamin und ihre Anwendung auf die Spaltungsprodukte der Mucine
Person:
Steudel, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17594/30/
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H. Stoudel. 
anstellte, halte ich noch mit Salzsäure gespalten, ich versuchte 
daher, dieselbe aus dein Filtrate mit Silheroxyd zu entfernen, 
aber es waren dazu grosse Mengen erforderlich (ich hatte die 
Zersetzungsfliissigkeit vor der Fällung mit Salzsäure stark sauer 
gemacht) und der geringste Leberschuss von Silberoxyd liess 
einen schönen, glänzenden Silberspiegel entstehen. 
In der Folge habe ich dann das Paramucin mit ver¬ 
dünnter ;P\oiger Schwefelsäure gespalten. Nachdem die 
Flüssigkeit, 10 g Paramucin -f 200 ccm. .‘*rt ..ige Schwefel- 
säure, I 2 Stunden am Hückllusskühler gekocht hatte, wurde 
sie abgekühlt, aut (‘inen Gehall von 5°/o Schwefelsäure ge¬ 
bracht und mit Phosphorwolframsäure gefällt. Die voluminöse 
Fällung wurde abgesaugt und mit heissem ll,S04 haltigen 
\\ asser ausgewaschen. In diese Fällung geht eine geringe 
Menge reducirender Substanz hinein, von der ich es unent¬ 
schieden lassen muss, ob sie wirklich gefällt oder nur mecha¬ 
nisch mitgerissen wurde. 
Das Filtrat vom Phosphorwolframsäureniederschlag wurde 
mit heisser concent rirter Rarytlösung versetzt bis zur an¬ 
nähernd neutralen Reaction, der Rest der Säuren wurde mit 
Raryumcarbonal entfernt. Nun resultirte eine wasserklare 
Flüssigkeit, die vollkommen biuretfrei war, keine Mil Ion sehe 
Reaction gab und in der sich das Reductionsvermögen leicht 
mit Fehling’scher Lösung in gewöhnlicher Weise titriren liess. 
IO ccm. F ehling scher Lösung erfordern 15,5 ccm., 
folglich enthält das wieder auf 200 ccm. aufgefüllte Filtrat 
O,Ho g an reducirender Substanz, auf Glukose berechnet. 
In zahlreichen Restimmungen habe ich annähernd die¬ 
selbe.Zahl gefunden, die sieh allerdings nicht gut mit der Re- 
ductionskraft der ursprünglichen Zersetzungsflüssigkeit ver¬ 
gleichen lässt, da diese nach A11 ihn in Versuchen für sich 
bestimmt worden war 
lo g Paramucin + 201) ccm. «ige H2SQ4 2 Stunden 
lang gekocht, neutralisirt, filtrirt. Das Filtrat * wieder auf 
200 ccm. gebracht. 
oo ccm. - o,0525 g Cu — 0,0267 Z. Es waren also 
in den 2oo ccm. o,9Hi g aut Glukose berechnete reducirende 
Substanz enthalten.
        

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