Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Eine neue Methode zum Nachweis von Glukosamin und ihre Anwendung auf die Spaltungsprodukte der Mucine
Person:
Steudel, H.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17594/11/
Neue Methode zum Nachweis von Glukosamin, 
Stoff in ihr gefunden habe. So hat die Angaben Land- 
wehr's,1! der in mehreren Arbeiten versuchte, die redu- 
eirende Substanz als tierisches Gummi in die Litleratiir ein¬ 
zuführen, und ihr die Formel CiaHS0Ü10 beilegte,, kein Nach- 
untersucher bestätigen können, immer wieder.-. tauchte der 
Stickstoffgehalt der Substanz als Hinderniss auf, sie unter 
die Kohlehydrate einzureihen, und erst Fr. Müller war es, 
der einwandfrei nachwies, dass das red.ucirende Spaltungs¬ 
produkt die Zusammensetzung eines Amiduzuckers hatte, der 
von ihm anfänglich Mucosamin genannt, aber bald als Gluko¬ 
samin erkannt wurde, als dasselbe Glukosamin, das sich am 
Aufbau der l ilzcellulose,2) des. («bitins und der Chondroitiu- 
schvvefelsäure bet heiligt. 
Nach Zersetzung von Mucin aus Sputum mit verdünnter 
Salzsäure und nachheriger möglichster Entfernung der Kiweiss- 
körper wurde der Rückstand nach der Schotten-Bau- 
mann'sehen Methode benzoylirt. Hierbei entstanden Gemische 
verschiedener Benzoylester des Glukosamins, aus denen das 
salzsaure Salz der Base nach Verseifung mit starker Salz¬ 
säure im geschlossenen Rohre isolirt werden und -durch Ana¬ 
lyse und krystallographische Bestimmung als solches nachge¬ 
wiesen werden konnte. 
Durch diese Entdeckung war man einen guten Schritt 
D H. A. Landwehr, Untersuchungen über das Mucin von Helix 
pomatia und ein neues Kohlehydrat (Achrooglykogen) in der Weinberg¬ 
schnecke. Zeitscbr. f. physiol. Chemie, Bd. VI, S. 75: - Feber Mucin, 
Metalhmnin und Paralbumin. Zeitscbr. f. pliysiol. Chemie, Bd. VIII.- 
Ein neues Kohlehydrat im menschlichen Körper, S. 122. — 
Zur Lehre von der Resorption der Fette. Zeitscbr. f. pliysiol.Chemie, 
lid. IX, >. 8HL — Leber die Bedeutung des tierischen Gummis. Pflüger s 
Archiv, Bd. 89, S. 198. H. Bd. |4>, S. 21. 
2) E. Winterstein, Ueber ein stickstoffhaltiges Spaltungsprodukt 
der Pilzcellulose. Her. d. deutsch, cliem. Gesellsclr. Bd. 27. 1894, S. 8118 
u. Bd. 28, S. IHK. Zur Konntniss der in den- Membranen der Pilze 
enthaltenen Bestandtheile. Zeitscbr. f. pliysiol. Chemie, Bd. XIX, S. 522. 
Bd. XX, 8. 8 *2. Bd. XXI, 8. 184, 152. — L. Gilson, Has Cystin und 
die Membranen der Pilzzellen. Ber. d. deutsch, clieni. Gesellsch Bd *8 
S. 821.
        

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