Bauhaus-Universität Weimar

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Gustav Simon. 
2. 
Ges.-Eiweiss-N . = 0,5123 > N = 0,5185 °/o N 
Rest-N . . . . = 0,0373 °/o > = 0,0332 °/o >_ 
Summa . . = 0,5496 °/o N = 0,5517 °/o N = 0,5496 °/o N. 
3. 
Ges.-Eiweiss-N . = 0,5223 °/o N = 0,5181 °/o N 
Rest-N . . . . = 0,0372 °/o * = 0,0372 °/o >_ 
Summa . . = 0,5595 °/o N = 0,5553 °/o N = 0,5515 °/o N. 
Ist es Munk nun auch gelungen, die eine Schwierigkeit 
der Ritthausen’schen Methode völlig zu umgehen, so haftet 
seinem modificirten Verfahren doch immer noch ein anderer 
Uebelstand an. Wenn man nämlich der Vorschrift entsprechend 
das Gemisch von Milch, Alaun und Kupferoxydhydratbrei 
einige Minuten im Sieden erhält, so ist ein Spritzen des 
kochenden Gemenges nicht zu vermeiden. Schützen die ge¬ 
nügend hohen Wände des Becherglases auch vor etwaigen 
Verlusten durch Wegspritzen, so ist doch unter Umständen 
ein Verlust noch in anderer Weise zu befürchten. Die hoch¬ 
gespritzten Theilchen des Eiweisskupfers setzen sich nämlich 
während des Siedens so fest an den Wandungen des Glas- 
gefässes an, dass eine völlige Entfernung derselben auf mecha¬ 
nischem Wege, auch mit heissem Wasser, nur äusserst schwierig 
zu ermöglichen ist, jedenfalls erfordert sie zum Mindesten sehr 
viel Geduld. Ob diese Methode also bei derselben analytischen 
Genauigkeit einen Vorzug vor der Ritthausen’schen verdient, 
möge dahingestellt bleiben. 
6. Methode: Fällung mit Metaphosphorsäure. 
Bekannt wegen ihrer die Eiweissstoffe coagulirenden 
Eigenschaft ist die Metaphosphorsäure; es ist dies ja ein cha¬ 
rakteristisches Unterscheidungsmerkmal für sie von der Ortho- 
phosphorsäure. Es lag nun nahe, zu untersuchen, wie weit 
diese Coagulationsfähigkeit gehe. Ich greife hier auf eine 
Arbeit von Denigès1) zurück, die zwar nicht speciell über 
1) Journ. de Pharm., Nr. 27, S. 413 u. f. ; Zeitschr. f. analytische 
Bhemie, Bd. 35, S. 103.
        

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