Bauhaus-Universität Weimar

Zur Erwiderung an Herrn Kutscher. 
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n’i> unbestellte Versuche mit Hefepresssaft keine Vermehrung 
dt i anfänglich vorhandenen, sehr geringen Ammoniaknvengen 
während der Digestion erkennen Hessen (Destillation mit BaCÖ. ). 
Kutscher fand ferner, dass die Spaltungsvorgänge nicht heein- 
iiu^t wurden, wenn er die llefesuspension mit Natriumearbonat 
st hwach alkalisch machte, und er empfiehlt sogar, Hefe und Hefe- 
l'icsssaft /um Ersatz des tryptischen Enzyms bei Erkrankungen 
.i. ^ Pancreas zu verordnen. Unsere Versuche zeigen, dass ein 
Zu.sitz \on o.5° o Soda genügt, um die Wirkung des Enzyms 
um eirca Ô0«;,» herabzusetzen. Es ist also nicht von der Hand 
zu weiten, dass sich diese zellfreien Knzymlösuiigen anders 
verhalten, wie die Suspension enzymhaltiger Zellen, und jeden- 
l;ills müssen sie für das Studium der Eigenschaften des Enzyms, 
namentlich auch seines Verhaltens gegen physikalische und 
chemische Ägentien, geeigneter erscheinen. Dass die Hefe- 
aiil'scliwemmurigen" zur Untersuchung der SpaKimgsprodukte 
brauchbar sind, darüber bestellt kein Zweifel und wir haben 
c< im Interesse der wissenschaftlichen Forschung nur dankbar 
brgriis.-f. dass Kutscher mit den von Kos sei ausgearbeiteten 
.Mcihoden an die Untersuchung dieser Frage, heranging. Wir 
Uimen es aber nicht billigen, wenn er ausschliesslich die 
Spaltungsprodukte als massgebend für die Klassifieirung der 
Enzyme ansieht und sich das Recht vindicirt, das proteolytische 
llclccnzyin jetzt einfach als Hefetrypsin zu benennen. Die 
■Reaction, welche die Enzyme zur Wirkung benöthjgen, ist 
s< hliesslich auch von nicht zu unterschätzender Bedeutung für 
«lie Klassifieirung und das proteolytische Enzym der Hefe unter- 
scheidet sich eben ganz wesentlich dadurch vom Pancreas- 
trvfisin, dass es seine kräftigste Wirkung bei saurer Reaction 
c-ntfaltet. Um in der Bezeichnung einen Unterschied zum 
Ausdruck zu bringen, haben wir es vorgezogen, schon vor 
Kut.sCh(i das Lnz\m als «Heleendotrypsin> zu bezeichnen. 
^ ir sehen uns umsomehr veranlasst, an dieser differenzirenden 
Eczeiclmung festzuhalten, als neuere Untersuchungen (Jacoby, 
Df Zeitsehr., Bd. XXX, S. 119) dargethan haben, dass 
•1!, b bei der autolytischen Spaltung, wie sie unter dem Ein- 
proteolytischer Fermente in thierischen Organen vor 
g;>* . 
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