Bauhaus-Universität Weimar

Bestimmung der Spaltungsprodukte von Eiweisskörpern. 363 
löslichen Körper, der durch Natriumchlorid fällbar war und 
auch durch wenige Tropfen Salpetersäure ausgefällt wurde. 
In nachstehender Tabelle sind die Procente von Stickstoff 
(nach der Methode von Kjeldahl), auf aschefreie Substanz 
bezogen, zusammengestellt mit dem Procentgehalt an Asche in 
den obigen Substanzen. 
Syntonin 
Hetero¬ 
albumose 
nach Ver¬ 
fahren II. 
Hetero¬ 
albumose 
nach Ver¬ 
fahren III. 
Proto- 
albumose 
Stickstoff auf aschefreie Sub¬ 
stanz bezogen ...... 
15,89 
16,09 
16,12 
15,88 
Asche . . . ........ 
0,14 
2,09 
9,61 
1,47 
Der hohe Aschegehalt der durch Alkoholfällung darge¬ 
stellten Heteroalbumose beruhte auf einer unvollkommenen 
Entfernung des Kochsalzes, wie die genauere Untersuchung der 
Aschebestandtheile ergab. Diese zufällige Verunreinigung führte 
zu auffälligen Ergebnissen, welche mich veranlassten, den Ein¬ 
fluss des Kochsalzes auf den Gang der Spaltung bei einigen 
Eiweisskörpern zu verfolgen. 
V. Spaltung durch Säuren. — Die Körper wurden alle 
auf folgende Weise zerspalten : 1 g Eiweisssubstanz wurde mit 
3 g concentrirter Schwefelsäure und 6 g Wasser 14 Stunden 
lang im Sandbade unter einem Rückflusskühler gekocht. Die 
Methode für die Bestimmung der Hexonbasen und der Humin- 
substanz war dieselbe wie die von Kossel und Kutscher1) 
bei ihren Studien über die Eiweisskörper benutzte, mit Aus¬ 
nahme der Ammoniakbestimmung, für welche ich ein verein¬ 
fachtes Verfahren anwandte. Sie hatten nämlich dazu Magnesium¬ 
oxyd verwendet, aber diese Substanz musste nachher wieder 
entfernt werden, was beträchtliche Zeit und Mühe kostete. Im 
Baryumcarbonat nun fand ich eine Substanz, die nicht nur mit 
Leichtigkeit zur Bestimmung der übrigen Produkte wieder ent¬ 
fernt werden kann, sondern auch das gesammte Ammoniak 
liefert. Magnesiumoxyd gibt oft grössere Werthe als Baryum- 
i) Diese Zeitschrift, Bd. XXXI, S. 165. 
Hoppe-Seyler's Zeitschrift f. physiol. Chemie. XXXIII. 
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