Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der basische Charakter des Proteinmoleküls und das Verhalten des Edestins zu bestimmten Mengen von Säuren und Alkali
Person:
Osborne, Thomas B.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17550/31/
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Thomas B. Osborne. 
Da die Edest inmenge in vielen von diesen Portionen klein 
war, so sind diese Bestimmungen meistens nur annähernd 
richtig. Wie schon fest gestellt, wurde eine Hälfte von jeder 
dieser Lösungen bei diesen Experimenten mit der Pipette ab¬ 
gezogen und der Säuregehalt und die Menge der gelö.-ten 
Materie wurde, wie oben gezeigt, gefunden. 
Ihn bei Anwendung einer grösseren Substanzmenge den 
Säuregehalt des gelösten Edestins genauer zu bestitnmen, wurde 
der Best jener Lösungen von Reihe I, zu welchen 7—18 erm. 
zugesetzt worden war, von dem ungelösten Edestin decantiit. 
vereinigt und durch 20 ecm. n/ioo Kalilauge neutralisirt. Rim-li 
Verdunsten imd Trocknen des Rückstandes bei 110° -wurde 
gefunden, dass diese Lösung 1,1459 g Edestin enthielt, einem 
Säuregehalt — Id,8 ccm. n/ioo Alkali auf das Gramm oder 
genau dein oben berechneten entsprechend. Aebnlieh würden 
die übrigen Lösungen von Reihe II durch 25 ccm. n/ioo Alkali 
neutralisirt und enthielten 1,09 il g Edestin, einem Säuregehalt 
von 11,7 ecm. auf das Gramm entsprechend. 
Aus diesen Thatsaehon gellt hervor, dass die durch du 
Säure in Auflösung gebrachte Substanz den Säuregehalt eine* 
Bhhlorids hat. 
Der Säuregehalt des ungelösten Edestins nimmt mit jeder 
Zunahme an zugesetzter Säure ebenfalls zu, bis er in der 
B ccm. enthälienden Portion (>,8 eciin auf das Gramm erreicht, 
welches der Bildung eines Monochlorids entspricht. 
Wenn grössere Mengen Säure hinzngefügt werden, hleibt 
dieser Säuregehalt des ungelösten Edestins fast unverändert, 
nur eine sehr geringe Zunahme desselben ist bemerkbar. 
Dieser rebcrschuss an Säure über das Monochlorid wird durch 
die Bildung einer kleinen Menge eines hvdrolvtischen l’m- 
Wandlungsproduktes vom Edestin, die ich als Ed es t a n be¬ 
zeichnet habe, hervorgerufen. Edest an hat eine höhere säure- 
bindende Kraft als Edestin und bildet mit Säure ein Salz, das 
sehr schwer in Wasser löslich ist. Die Bildung und die Eigen¬ 
schaften des Edestans sind eingehend in der vorhergehenden 
Abhandlung beschrieben. 
Tabelle XII zeigt, dass eine kleine Menge Edestin
        

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