Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der basische Charakter des Proteinmoleküls und das Verhalten des Edestins zu bestimmten Mengen von Säuren und Alkali
Person:
Osborne, Thomas B.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17550/25/
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Thomas R. Osborne. 
dirt und denselben je 4 ccm., 5 ccm., 0 ccm., 6,5 ccm. und 
7,5 ccm. ri/to Salzsäure hinzugesetzt, worauf noch jeder ein¬ 
zelnen Portion 7,5 ccm. einer Lösung von löslicher Stärke 
die 1 °/o Kaliumjod und t °/o Kaliumnitrit enthielt, zugesetzt 
■ wurde, v 
^ j Die 7,5 ccm. Säure enthaltende Portion wurde in 5 Mi¬ 
nuten durch und durch blau, indem die Farbe zuerst an dem 
oberen Theil der Lösung erschien; diejenige mit 6,5 ccm. fing 
in \ lli Minuten an, am oberen Theil blau zu werden, und 
wurde innerhalb 12 Minuten ganz blau : diejenige mit 6 ccm' 
zeigte nach 5 Minuten an der Oberfläche eine Spur von blau, 
die selbst nach 30 Minuten nur sehr leicht war und sich auf 
die äusserste Oberfläche beschränkte; diejenige mit 5 ccm 
zeigte nach 15 Minuten an der Oberfläche eine Spur von blau, 
die noch nach Stunden leicht war; diejenige mit 4 ccm. 
verhielt sich wie die mit 5 ccm., mit der Ausnahme, dass sich 
beim Hinzufügen der Nitritlösung ein starker, bleibender Nieder¬ 
schlag bildete, wohingegen alle anderen Lösungen fast ganz 
klar blieben. Nachdem sie über Nacht in den zugestopselton 
Flaschen stehen gelassen waren, war der Unterschied zwischen 
den einzelnen Portionen viel ausgesprochener; denn aus denen, 
zu welchen 4, 5 und 6 ccm. Säure hinzugefügt worden war. 
hatte sich eine undurchsichtige gelbliche Gallerte abgeschieden, 
über welcher sich eine klare, blaue Gallerte befand, wohin¬ 
gegen die Portion mit 6,5 ccm. eine dünne, blaue Gallerte 
bildete, die nur wenig von der undurchsichtigen Substanz ent¬ 
hielt und einen gänzlich verschiedenen Anblick gegenüber der¬ 
jenigen mit 6 ccm. und weniger darbot. 
Garaus würde hervorgehen, dass dieses Edestinpräparat 
sich inniger mit den Wasserstoffionen, die in 6 ccm 
il/jo Salzsäure enthalten waren, verband, als mit den¬ 
jenigen, die in grösseren Mengen enthalten waren. Wenn wii 
die ursprünglich mit dem Edestin verbundene Säure hinzu¬ 
setzen, können wir schliessen, dass die 7 ccm. Säure ent¬ 
sprechenden Wasserstoffionen inniger mit dem Edestin ver¬ 
bunden wurden als diejenigen, die in grösseren Mengen ent¬ 
halten waren.
        

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