Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der basische Charakter des Proteinmoleküls und das Verhalten des Edestins zu bestimmten Mengen von Säuren und Alkali
Person:
Osborne, Thomas B.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17550/12/
Oer basische Charakter des Proteinmolekiils, etc. 251 
Experiment gewonnene unorganische Rückstand enthielt nur 
1 Ul"- Kochsalz, woraus hervorgeht, dass dies in dem gegen¬ 
wärtigen Falle nur als eine zufällige Verunreinigung zu be¬ 
trachten ist und nicht als ein Produkt des Neutralisations- 
Vorganges. 
Das zum Neutralismen des Edestins gebrauchte Kalium- 
hvdtat entsprach 0,0791 g Kaliumchlorid, von welchem Salz 
"•"'■1 f bei der Analyse erscheint, selbst nachdem man alle 
andern Säuren als Kaliumsalze berechnet hat. Daraus ergibt 
rieh, dass das in Wasser lösliche Edestin grösstentheils mit 
Salzsäure in Verbindung stand. Bemerkenswerth ist, dass in 
diesem Fall die Gesammtmenge des hinzugesetzten Alkalis wieder¬ 
gewonnen wurde, wohingegen bei den oben beschriebenen 
Experimenten nur 70»/» in Lösung gefunden wurde. Dies ist 
zweifellos dem Umstande zuzusehreiben, dass in den ersten 
Experimenten die neutralisirte Säure reichlich im Kern der 
Ixt ystalle1) enthalten war, und da sich diese Krystaile bei der 
Neutralisation nicht auflösten, so konnten die Kaliumsalze, die 
nch m ihnen bildeten, nur mit grosser Schwierigkeit heraus¬ 
gewaschen werden. Bei diesem letzten Experiment war das 
Edestin völlig aufgelöst zu derZeit, als das Alkali hinzugesetzt 
w urde, und folglich wurden die Kaliumsalze, die sich bildeten 
«•lent davon getrennt. ’ 
Der Theil des Präparats 20,1, welcher sich bei der Be¬ 
handlung mit Wasser nicht auflöste, wurde zunächst in reinem 
kochenden Wasser suspendirt und durch sorgfältigen Zusatz 
’ ccm‘ n 10 Kaliumhydratlösung gegen Phenolphthalein 
ueutrahsirt. Nachdem die Lösung etwas gestanden hatte 
winde sic filtrirt und das ungelöste Edestin gründlich mit 
-■»"rtgem Alkohol gewaschen. Beim Verdunsten liess das 
'''trat und das Waschwasser einen Rückstand ; zurück, der 
f 1_______getrocknet, mit folgenden Ergebnissen analysirt wurde ; 
n, , ? Ln‘f,r dem -M,kroskoP sieht man, dass der grössere Theil des 
"T ? deS"nS aUS üeaehstiieken von Krystallen besteht, wovon 
> meisten von verhältnissmässig beträchtlicher Grösse sind, man Z 
s!>,hZSCn,TdaSS dle !" dl6Sen Fragmenten entstehenden Kaliumsalze 
1111 *>cnwer m Losung gehen.
        

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