Bauhaus-Universität Weimar

56 J. Habe rmann. 
erinnern. Da sieh diese Kenntnisse wesentlich auf die obcitirte 
Arbeit von Dr. B. K is sling stützen, so dürfte es dem Zweck 
am besten entsprechen, an dieses unser Wissen mit den eigenen 
Worten Kisslings zu erinnern. Diesbezüglich heisst es aut 
Seite 215 der obcitirten Abhandlung: «Die Ergebnisse meiner 
Untersuchung fasse ich schliesslich in folgenden Sätzen zu¬ 
sammen: Als stark giftig wirkende Bestandtheile des Tabak¬ 
rauches sind zu bezeichnen: Kohlenoxyd, Schwefelwasserstoff, 
Cyanwasserstoff, die Pikolinbasen und das Nicotin». — «Der 
Gehalt des Bauches an den drei zuerst genannten Stoffen ist 
aber einerseits zu gering, andererseits von zu grosser Flüch¬ 
tigkeit, um bei der Beurthei lung der Wirkung des Tabakgenusses 
auf den Organismus Berücksichtigung zu verdienen. Auch die 
Pikolinbasen sind in relativ geringer Menge im Tabakrauche 
enthalten, so dass die Giftigkeit desselben so gut wie ausschliess¬ 
lich seinem grossen Nicotingehalte zuzuschreiben ist.» — «Der 
Nicotingehalt des Tabakrauches wird im Wesentlichen nur von 
demjenigen des ihn erzeugenden Tabakes bedingt; doch hängt 
die relative Nicotinmenge, welche aus einer Cigarre in den 
Rauch übergeht, hauptsächlich von der Grösse des nicht ver¬ 
rauchten Cigarrenendes ab, da der Nicotingehalt des nicht 
verrauchten Theiles einer Cigarre zu der Grösse desselben in 
umgekehrtem Verhältnisse steht.» — «Der durch den Ver- 
brennungsprocess zerstörte Theil des in der Cigarre enthaltenen 
Nicotins ist relativ gering.» 
Die im Vorstehenden wörtlich angeführten Lehrmeinungen 
R. Kisslings, welche sich in Umschreibungen in seiner 
« Tabakkunde » auf Seite 260 u. ff. wiederfinden, bilden zu¬ 
gleich eine Rechtfertigung dessen, dass sich der obcitirte Titel 
seiner Abhandlung mit dem Inhalte derselben, wenigstens in¬ 
soweit R. Kisslings eigene Untersuchungen in Betracht kommen, 
nicht vollständig deckt, indem sich Kiss ling bei seinen 
Untersuchungen des Tabakrauches im Wesentlichen auf den 
Nachweis und die quantitative Bestimmung des Nicotins des 
Tabakrauches beschränkt. 
Im Hinblick auf diese Thatsache und um dem Leser 
Gelegenheit zu geben, sich über den Grad der Verlässlichkeit
        

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