Volltext: Versuche über Resorption, Verdauung und Stoffwechsel von Echinodermen (33)

Resorption, Verdauung und Stoffwechsel von Eehinoder 
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sucht. Die Versuehsdauer betrug daher etwa 18 -22 Stunden, 
nur bei Versuch 5 und tO einen Tag länger. Die Aussen- 
lliissigkeit war immer Seewasser, das nur in Versuch 7 Und 8 
ausserdem 5«/# Dextrose enthielt. Bei den Rohrzuckerversnchen 
zeigte der Darminhalt stets Reduction, es war also eine the.il- 
weise Spaltung des Rohrzuckers eingetreten. Ihre Grosse wurde 
durch direktes Titriren ohne vorherige Inversion bestimmt und 
ist in Klammern beigefügt. Danach ist im Darm etwa der 
io. bis 5. Theil des Rohrzuckers invertirt, der Rest als solcher 
vorhanden. Auch die Aussenfliissigkeit enthielt neben dein 
Rohrzucker immer gespaltenen Zucker, aber wenig, immer 
unter 0,1 . 
Wenn man zunächst die Zahlen der Spalte 12 betrachtet, 
so sieht man, wie in den meisten Versuchen mit geringem 
( »oha.lt an Zucker eine deutliche Flüssigkeitsresorption statt- 
gelunden hat. Einzelne Abweichungen beruhten: wohl auf 
mangelhafter Lüftung oder von vornherein schlechtem Zustande 
Her Thiere. Anders bei hohem Zuckergehalt: In den Ver¬ 
suchen 0 und 10—18 hat keine Resorption stattgefunden, 
sondern im Gegentheil eine FlüssigkeitsVermehrung. Der Holo- 
thuriendarm zeigt also die gleiclien Verhältnisse, wie wir sie 
vom Wirbelthierdarm her kennen. Wird der Darmwand ein 
zu grosses Druckgefälle zugemuthet, so verhält sie sich in 
Rezug auf den Flüssigkeitswechsel wie eine beliebige Membran, 
<lic Diffusion und Osmose gestattet, hei geringen Coneontra- 
tionen aber kommt ihre physiologische Fähigkeit des activen 
Klüssigkeitstransportes zur Geltung. Eine Grenze zwischen 
leiden ist schwer zu ziehen, da einmal (Versuch 9) eine 
10°/oige Dextroselösung noch gut resorbirt wurde, andererseits 
nue von 7,5°/o (Versuch 4) schon schlecht. Bei den Gohr¬ 
zuckerlösungen von 5 °/o° (Versuch 2), 1.5'«;« (Versuch ^) und 
1 ^ i (Versuch 12 und 18) war die Resorption viel schlechter, 
trotzdem dass ihre molekulare Concentration ja geringer ist. 
Noch sclileehler war die Resorption hei 2 Versuchen mit Milch¬ 
zucker, in denen 10°/o ige Lösungen sich. erheblich — ■ von 5 
a'a Vun 10 auf IS ccm. — vermehrten.; Doch war in 
Stunden ungespaltcner Milchzucker — kenntlich an. der 
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