Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Gallen einiger Polarthiere. I. Ueber die Galle des Eisbären. Erster Abschnitt
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17526/4/
gefunden habe, widerspricht der letzterwähnten Möglichkeit 
nicht, lässt sich aber ebenso wenig als Wahrscheinlichkeits¬ 
beweis für dieselbe verwertlien. Da ich den Farbstoff nicht 
ohne Aufopferung einer grösseren Menge des seltenen Materiales 
hätte näher studiren können, und da es zudem fraglieh war. 
ob hier ein präformirtes Pigment vorlag, habe ich von i!«t 
weiteren Untersuchung desselben Abstand genommen. 
Wie oben bemerkt, hatte ich die Hauptmasse der Cuilb- 
zweimal im Wasserbade zur Trockne gebracht, was ich, aut 
(i rund der an anderen Gallen bisher gemacht en Erfahrungen. 
glaubte ungestraft machen zu können. Zu meinem Bedauern 
fand ich indessen im Laufe der Arbeit, aber leider etwas zu 
spät, dass das Eintrocknen im Wasserbade für die Eisbären¬ 
galle (und wie es scheint auch für andere Gallen, wie die 
Menschengalle i kaum ganz zulässig sein dürfte. Aus dem 
Grunde wurde die Hauptmenge der Galle hauptsächlich zu dem 
Studium der gallensauren Salze und deren Spaltungsprodukte 
verwendet. Feber die Resultate dieser Untersuchungen soll in 
dem zweiten Abschnitte dieser Abhandlung berichtet werden, 
hi diesem Abschnitte werde ich einige mehr orientirende 
systematische Untersuchungen mittheilen, zu welchen haupt¬ 
sächlich die obengenannte, nur bis auf die Hälfte concentrât!* 
Lösung (öOO ccm.) benutzt wurde. Glücklicher Weise konnte 
ich auch die Richtigkeit einiger an der grossen Hauptmasse 
gemachten Beobachtungen durch die im Jahre 1900 durch die 
Amdrup sche Expedition erhaltene Galle constatiren. Diese 
Galle wurde nämlich immer bei einer Temperatur, die nie mehr 
als 10—15° C. betrug, concentrirt: und sie wurde darauf in 
Vacuo bei Zimmertemperatur getrocknet. 
ln dein obengenannten, bis auf etwa die Hälfte c<*n- 
centrirten, für Kontrolluntersuchungen reservirten Filtrate (etwa 
öot) ccm.) wurde in kleineren Proben von 5 bezw. 10 ccm. 
der Gehalt an festen Stoffen genau bestimmt. Er betrug 3,370 * 
Bei dem Eintrocknen eines Theiles dieser Lösung, erst 
auf dem Wasserbade und dann im Exsiccator, blieb beim Be¬ 
handeln des Rückstandes mit absolutem Alkohol ein braun* 
gefärbter Rest zurück, der, nach sehr genauem Auswaschen
        

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