Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Gallen einiger Polarthiere. I. Ueber die Galle des Eisbären. Erster Abschnitt
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17526/14/
— US 
flockigen Niederschlag »lurch Fällen der wässerigen Lösung 
der Alkali verbi ndung mit einer Säure. Der durch Salzsäuiv 
erzeugte Niedcrxdilag ist kurze Zeit nach der Ausladung Kis- 
‘lich in \\ asser, aber schwer löslich in verdünnter Salzsäure 
Uisst man den Niederschlag einige Zeit (etwa 21 Stunden 
1,1 der sauren Flüssigkeit verbleiben, so wird er selnvaa-- 
löslieherund nur unvollständig löslich in Wasser. Aehnlichcs 
gilt auch von der Löslichkeit der freien Substanz in Alkohol 
bald nach (lern Ausfällen ist. er leichtlöslich, wird aber allmäh- 
hch schwerlöslicher und zum Theil in Alkohol, wenigstens in 
kaltem, unlöslich, ln Aether ist die Substanz immer schwer- 
: löslicher a ls in Alkohol. In Chloroform oder Benzol ist si - 
leicht und vollständig löslich 
Die Substanz redueirt Kupferoxyd in alkalischer Lösung. 
B<‘i Verwendung von unreiner Substanz ist die Ausscheidung : 
von Kupferoxydul geringfügig und schwer zu beobachten, wäh- 
v rend man in der Lösung die Gegenwart von reichlichen 
Meng(‘n Kupleroxydul bücht nachweisen kann. Bei Prüfung 
der reinen Substanz 'findet dagegen eine’ schöne Ausscheidung 
von Kupleroxydul statt. Die Substanz gibt nicht die Pett en 
kofi»r sehe ( iallonsäurereaction. 
Die Analyse des zuletzt erhaltenen, gelblichweissen und 
icinstmi Präparates gab folgende Besultate: 
(Uo7 g Substanz (hui 102" C. getrocknet) lieferten 0.011 g BjvSO, 
-- tt.UUlölln g Schwefel > - l.tl " , s. ' 
Ib i »In Plmsplinrbestimmunjî wurden erhalten O.OOj jj. Mjr |»j i. 
O.U(UI7 g Phosphor }> 
Die Substanz enthielt also 1,410 ,V Sund l ,04 v > P. Der 
Geball an Phosphor legt die Vermuthung nahe, dass es hier 
entweder tim eine mit Lecithin verunreinigte, schwefelhaltige 
Substanz oder um einen der .lecorin- oder Protagongruppe 
ungehörigen Stolf sich handelt. 
•n Anbetracht der Fälligkeit des Lecithins, die Löslich¬ 
keitsverhältnisse anderer Stolle wesentlich zu verändern,1 
könnte man vielleicht sich vorstellen, dass die fragliche Sub¬ 
stanz ein a I kohol lösliches Gemenge von Lecithin und Alkali- 
1 Wt ö H .t Unvg. skand An li. f. Physiol. ltd. XI s töli
        

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