Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Gallen einiger Polarthiere. I. Ueber die Galle des Eisbären. Erster Abschnitt
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17526/12/
— m — 
0.2HO g Substanz lieferten 0.032 g BaSO* — 0.00139H g Schweb 1 
- l..r>7 " " S. ; 
Sie lieferten ferner 0,012 g MgsPs07 - 0.00HH5 g Phosphor — 
Ui»0.. P. • ' ’ 
Die analysirte Substanz enthielt also 1,57 S mul 
1,111°/»» P. I nter der Annahme, dass der Phosphor nicht der 
Substanz selbst angehört, sondern von einer Verunreinigung 
mit Lecithin herrührt, würde also, wenn man den mittleren 
Gehalt der Ke<*ithine an Phosphor zu 3,91° o P berechnet, die 
analvsirte Substanz etwa 10,78(>;o Leeithin enthalten haben. 
Da die zu der Analyse verwendete Substanz diesmal aus 
dem alkoholischen Filtrate der fünfmal im Wasserbade ein- 
gctroekneten (lalle stammte, kann selbstverständlich die Möglich- 
keit nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in diesem 
Falle um ein Zersetzungsprodukt sieh handelte. Gegen bine 
solche Annahme spricht indessen, dass ich eine Substanz mil 
denselben Eigenschaften auch aus der zuletzt erhaltenen Eis¬ 
bärengalle (von der A m dr up expedi tion 1900) einfach durch 
starkes Verdünnen der alkoholischen Lösung mit viel Alkohol 
habe darstellen können. Diese Galle ist nämlich nie bei 
höllerer Temperatur als 45° C. verdunstet worden. 
Mit der aus dieser neuen Galle isolirten Substanz habe 
ich meine früheren Deobachtungen kontrollirt und ein wenig 
vervollständigt.1) Dass ich auch diesmal die Substanz nicht 
rein erhielt, kann ich nicht bezweifeln: in der letzten Zeit 
glaube ich aber die Substanz in grösserer Reinheit erhalten 
zU haben. Es ist mir nämlich gelungen, eine schwefel- und 
phosphorludtige Substanz von den obengenannten Eigenschaften 
aus den in Alkoholäther löslichen Stoffen der Eisbärengalle 
darzustellen. 
Dei Verarbeitung der zuletzt erhaltenen Galle (von der 
Amdrupoxpeditioni habe ich, nach der Ausfüllung der gallen¬ 
sauren Salze mit Aether aus der alkoholischen Lösung. d;i> 
i Zu (‘iner quantitativen Bestimmung von Schwefel und Ph«>*ph< ’ 
reicht«1 die Substanz in diesem Falle nicht ans. denn es ging wiedeninj 
l«« i der Peinigung der grinste Theil verloren, hagegen konnte 
    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.