Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Verhalten der Pentosen, insbesondere der I-Arabinose im Thierkörper
Person:
Salkowski, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17521/15/
— 407 
Das Verhältnis» zwischen dem ausgeschiedenen StickstoiV 
und der Quantität des gefundenen Glycogens zeigt, dass nach 
.itai jetzt herrschenden Anschauungen über die Abstammung 
des Glycogens nur bei Kaninchen 4 eine etwaige direkte 
Abstammung aus der eingeführten Arabinose in Betracht zu 
ziehen ist, während in allen anderen Fällen hierzu keine 
Nöthiguug vorliegt, vielmehr das Aultreten des Glycogens in 
der Leber sehr wohl nach der Krsparnissthenrie» erklärt 
werden kann, nur bei Kaninchen I würde dieses nicht mehr 
möglich sein. Bei diesem Thier fällt aber die im Harn des 
Arahinosetages gefundene N-Menge ganz aus der Reihe, und 
wenn ich auch nichts von Fehlern bei der Sammlung des Harns 
oder hei der Bestimmung des N weiss,. so erscheint es doch 
sehr gewagt, auf diesen einen Befund hin eine direkt«.* Bildung 
von Glycogen- aus Arabinose anzunehmeny um so mehr, als 
man sich über diesen Vorgang kaum eine Vorstellung machen 
konnte. Ls bleibt daher wahrscheinlich, dass hier irgend welche 
Fehler vorliegen, und dass auch in diesem Fall das Glycogen 
»ach der Frsparnisstheorie zu erklären ist, 
W as die Natur des erhaltenen Glycogens betrüb, so ist es, 
wie bereits oben erwähnt, das gewöhnliche mit b Atomen C, ja es 
erwies sich sogar als ganz frei von 1‘entosen, bezw’ Bentosaiien. 
Zur l ntersuchung wurde alles von Kaninchen erhaltene Glycogen, 
abgesehen von kleinen, zu gelegentlichen Versuchen verbrauchten 
Gnanlitäton. vereinigt, in Wasser gelöst und mit Alkohol gefällt, 
h" wurde so als schneeweisses, äusserst feines Bulver erhalten, 
welches allerdings noch 0,%*<>;.> Asche enthielt. Die von I)r. 
G. Schrader, damaligem Assistenten, ausgeführte Klementar- 
analyse ergab für die hei 110° getrocknete Substanz, aschefrei 
berechnet, G 44,20(\n, H Ö,10'\ o. hei einer zweiten Bestimmung 
G 43,s8°H f).05°/o,l) also im Mittel G 44,ÖH<>, H 6,08° >. 
Bic Formel G,H10O;- erfordert G 4UT>», II b,17”;o, die 
H u PI • e r t’sche Formel b ( G6H1()05) 4-11/J erfordert G 4:4,b4,146,26 
Die gefundenen Werthe für den Kohlenstoff liegen etwa 
in der Mitte zwischen den beiden Formeln, der Wasserstoff 
1 -1 Bit* Analysenzahlen sind leider abhanden gekommen.
        

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