Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Chemische und physiologische Studien über die Guanylsäure. I. Theil: Chemische Studien
Person:
Bang, Ivar
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17482/13/
m - 
mul nach einigen Stunden liltrirt. Der Äetheratkohol wurde 
verjagt und es blieb ein Syrup zurück. 
Dieser Syrup hatte folgende Eigenschaften : 
Kr schmeckte schwach süss, redueirte aber nicht 
Kupferoxyd und Alkali. 
Kr gab die Acrolein reaction durch Erhitzen mit .Kalium- 
bisullal. Kino Verkohlung fand hierbei nicht statt. Die Lösung 
ist also zuckerfrei. 
Kr gab eine grüne Boraxperle. 
Man kann hieraus schliessen, dass G1 ycerin vorlag. 
Die Kxislenz des Glycerins wurde dennoch weiter gesichert. 
Die Lösung wurde mil Alkali und überschüssigem Permanganat 
versetzt, und eine halbe Stunde gekocht. Pie blaue Losung 
wurde, dann mit S02 entfärbt und liltrirt. Pas Filtrat versetzte 
ah mit CaCL und bekam eine kryslallinisehe Fällung. Diese 
fällung wurde mit Schwefelsäure versetzt und schwach erhitzt. 
Line zusreselzte verdünnte l’ermanganatlösuug wurde sofort 
enllarbl. Folglich enthielt die Lösung Oxalsäure, nach Fox- 
Uanklyn und Ifenedikt-Zsignioiiily1) ein elmrakleris- 
lisehes Spalltingsinodukl des Glycerins durch Oxydation mit 
l'ermanganat. 
Die Guanylsäure enthält also Glycerin und- «lié Existenz 
(,es Glycerins wurde weiter durch die Acroleinreaetion in 
mehreren Guanylsäurepräparaten ^‘sichert. Zwar ist der 
^iick(‘i* der Guanylsäure bei der Acroleinreaetion lästig, man 
kann aber sehr deutlich nach der Zerstörung des Zuckers 
dm eh Kaliumhisulfat das Acrolein erkennen. 
Man kann nun den Einwand machen, dass die Guanyl- 
-äure vielleicht durch Fett oder Lecithin verunreinigt war. 
Hierzu ist zu bemerken, dass ich die Guanylsäurepräparate mit 
Alkohol und Aether extrahirte, bis diese Lösungsmittel nichts 
mehr aufnahmen. Der Einwand ist folglich hinfällig. 
Nachdem wir die Existenz des Glycerins erkannt haben, 
bleibt noch zu untersuchen, ob das Glycerin das. letzte Spat- 
t.ungsprodukt der Guanylsäure ist, oder ob diese Nucleinsäure 
b ^itscln-. f, analyt. Chemie. Ikl, 2f>.
        

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