Bauhaus-Universität Weimar

Zusatz von soviel reinen Toluols aulbewahrt, dass dieses 
eine zusammenhängende Schichte über der riüssigkeitsoberlläehe 
bildete. 
III. Untersuchung des Harnsedimentes. 
Wie oben erwähnt, fand sieh im Harne eines grossen 
Octopus, der nach einer ungewöhnlich reichlichen Mahlzeit 
operirl worden war, eine verhältnissmässig beträchtliche Menge 
von Sediment. Dasselbe bestand aus nmhnkorngrossen, rölhtieh - 
gefärbten (loneremeuten von unregelmässiger ltegrenznng, die 
bei mikroskopischer Fntcrsuclnmg eine körnige Hes( *11 a ITen he it 
ohne deutliche Struotur zeigten. 
Line Drohe des Sedimentes liinterliess heim Kindampfen 
mit Salpetersäure einen citroneugelhen Rüekständ. Zusatz vmi 
Ammoniak hewirkt(» eine (»rangerothe Färbung, keine Durpur- 
lärhung. Auf Zusatz von Natronlauge trat eine prachtvoll 
■ violettrothe Färbung auf. 
Fine Drohe wurde in warmer verdünnter Natronlauge 
geh’ist. Aus der mit Salzsäure übersättigten Lösung schied sich 
nach eintägigem! Stehen ein feinkörniger* Hodensatz ah. 
Das gesummte Sediment wurde nunmehr unter verdünnte 
Salzsäure gebracht. Am nächsten Tage ergab die mikro¬ 
skopische Untersuchung, dass sieh ein grosserThoil desselben 
in eine farblose Krystallmasse iimgewaudolt hatte. Die Kry- 
slalle h(‘standon aus dicken Säulen und Nadeln. Die Nadeln 
lagen theils einzeln, nieist aber waren dieselben zu fächer¬ 
förmigen Rosetten vereinigt. Die Säulen waren an (teil Ivnden 
% 
theils schräg, theils anscheinend .senkrecht zu den Seitenflächen 
begrenzt, theils aufgeläsert und erschienen oft treppenartig 
an einander gereiht. Neben den beschriebenen Formen fanden 
sieh auch sehr feine, parallel an einander gelagerte, beider¬ 
seits zugespitzte Nadeln. 
Nachdem das Se(lirnent mehrere Wochen in. Herührung 
mit der Salzsäure geblieben war, wurde es mit der Säure am 
Wasserbade eingeengt, wobei der grösste The il der Masse in 
Lösung ging. • 
Der spärliche Rückstand wurde durch Oentrifugiren ah-
        

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