Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Eiweisskörper der Kaltblüthermuskeln und ihre Beziehung zur Wärmestarre
Person:
Fürth, Otto von
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17474/3/
OiH-rsclinitt strahli» gezeichnet«1 Kasern in den Präparaten eingesprengt: 
doch war auch an diesen Käsern die Marksubstanz in der Regel au! 
«men «binnen Axenstrang eingeschränkt. * 
Zur Extraction der Eiweisskörper bediente ich mich, 
ebenso wie ich es seiner Zeit bei Verarbeitung von Wirbel- 
thiermiiskcln gethan batte, einer physiologischen Kochsalz¬ 
lösung. Die linmpf- und Armmuskulatur einer oder mehrerer 
grossen Exemplare von Octopus wurde lein zerhackt, mit 
Ouarzsand unter Zusatz <>,b«böiger Kochsalzlösung gut verrieben, 
nach Hinzutugen einiger Tropfen Toluol b—15 Stunden bei 
Zimmertemperatur stehen gelassen und sodann mit Hülfe einer 
eiserneii Ti 1 icture »presse ausgepresst. Die erhaltene inileliijrc* 
Flüssigkeit winde liftrirt; im Gegensätze zum Plasma aus 
Wirbelthiermuskoln gelang eis hier ziemlich hiebt, ein last 
klares, farbloses Kiltrat zu erhalten. 
Dieses Muskelplasma begann sieb bei langsamem Er¬ 
hitzen bei VI0 zu trüben. Die Trübung nahm schnell zu 
und wurde milchig : bei Öl0 erfolgte Abseheidung gallertiger 
Gerinnsel unter Klärung der überstehenden Flüssigkeit. Das 
Filtrat begann sich jenseits 7o° wieder zu trüben und in der 
Mitte «1er 70er (irade schied sieb wieder ein nicht sehr reich¬ 
licher Niederschlag ab. 
Das Muskelplasma gerann spontan beim Stehen über 
Nacht unter Ahscbeidung gallertiger, auf der Oberfläche der 
Flüssigkeit schwimmender Platten. Eine deutliche Herabsetzung 
des Coagula!ionspunktes der im Plasma noch gelöst gebliebenen 
Kiweisskörper, wie sie bed theilweise geronnenen Wirbelthier- 
muskelplasmen sich zu linden pflegt, konnte hier nicht beob¬ 
achtet werden : die Flüssigkeit begann sich im Gegentheil 
einige (irade später, bei E5rt, zu trüben und gab bei 6R° eine 
gallertige ( ieritinting : das klare Filtrat, längere Zeit auf 55—HO1 
erhitzt, trübte sieb neuerlich. 
Verdünnte Essigsäure und Salzsäure gaben in dem 
Muskelplasma reichliche, im Ueberschusse sehr leicht lösliche, 
concentrirte Mineralsäuren ira Ueberschusse schwer lös¬ 
liche Fällungen. 
Alkohol bewirkte einen Niederschlag, der im frischen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.