Bauhaus-Universität Weimar

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ciren, oder ist im Gegentheil die saccharificirende Kraft des 
Ptyalins keine absolute, sondern nur eine relative, und hängt 
sie von der Stärkeconcentration, bezüglich absoluten Mengen von 
Stärke, vom Volumen der Ptyalinstärkemischungen und der¬ 
gleichen ab? 2. Was für quantitative Beziehungen existiren 
zwischen der Menge des Enzyms und der gebildeten Zucker¬ 
menge ? 
Die Versuche stellte ich meistens mit meinem eigenen 
Speichel an, welcher zwischen 11—12 Uhr Morgens oder 
4—5 Uhr Nachmittags gesammelt und unmittelbar vor dem 
Verwenden filtrirt wurde. Zu je einer Versuchsreihe gebrauchte 
ich die zeitlich gleiche Speichelportion, und in allen Experi¬ 
menten dieselbe Stärkesorte, von welcher ein gleichmässiger 
Kleister immer frisch zubereitet wurde. Die Versuche fanden 
bei Zimmertemperatur (14^—15°) statt und dauerten 24 Stunden, 
worauf die Fermentation mittelst Aufkochens abgebrochen wurde. 
Um die Nebengährungen zu vermeiden, versetzte ich die Stärke¬ 
kleister-Ptyalingemische mit einem Krystall Thymol. Die ge¬ 
bildete Zuckerquantität wurde mittelst Knapp’scher Lösung 
bestimmt, die Endreaction mit gesättigtem Ammoniumsulfat. 
Meine Experimente bilden drei Serien, welche durch die 
Buchstaben A, B, G bezeichnet sind. Die an demselben Tage 
angestellten parallelen Versuchsreihen sind durch römische 
Ziffern, die einzelnen Bestimmungen durch arabische be¬ 
zeichnet. 
In der Serie A wurden in allen Versuchen gleiche Speichel¬ 
mengen (1 ccm.) und gleiche Stärkekleistervolumina (50 ccm.) 
angewendet, indem die Stärkeconcentration, d. h. die absoluten 
Stärkemengen jedesmal wechselten. Es wurde nun nach 
24 Stunden aufgefunden in: 
I. Versuchsreihe : 
1) 50 ccm. 1/s°loigev Stärkelösung.....0,125 g Zucker. 
2) 50 » 1 * » 0,219 g 
3) 50 » 2 » » 0,433 g » 
II. Versuchsreihe: 
4) 50 ccm. l°/oiger Stärkelösung.....0,219 g Zucker. 
5) 50 » 2 » » 0,431 g » 
6) 50 » 4 » » 0,833 g >
        

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