Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Physikalisch-chemische Untersuchungen über das Verhalten der Harnsäure und ihrer Salze in Lösungen. I. Abhandlung
Person:
His d. J., W. Theodor Paul
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17455/4/
Kalium wurde mit Salzsäure zersetzt, die ausgesehiedene Harn¬ 
säure uaeli dem Auswaschen in wässeriger Lithiumearbonat- 
Ipsimg «reInst und durch Salzsäure wiederum gefällt. Blendend 
Weisses Krystallpulver. Ohne jeden Hiiekstand verbrennlich. 
■- Der Harnsäure von ater empirischen Zusammensetzung 
(*, 111Nj ()., gab Medieus die (ionstitutionsformel : 
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II X-C XII/ 
welche auch nach Km i l Fiseher s1 ( Auflassung der beste 
Ausdruck für ihr chemisches Verhallen ist. Mit dieser Forme! 
gleichberechtigt hält Km il Fischer die tautomere Form: 
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, ' J! ' x ♦ oh 
N t: X 
Nach ihm existiren mißlicher Weise sogar beide tau¬ 
tomere I* or men : denn es ist bekannt, dass die aus den Salzen 
in der Kälte in Freiheit gesetzte. nun>rphe Säure etwas andere 
Ki^en~< halteii besilzf. ids die beim Kochen oder bei längerem 
stclnii gebildet»* kryslallinisehe Ferm Weder aus der einen 
noch anderen Forme! lässt sich mit Sicherheit ersehen, wieviei- 
basisch die Harnsäure ist. Im Allgemeinen verhält sie sich 
wie eine schwache zweibasische Säure, deren secundäre 
Alkali- und Krdalkalisajxe in wässeriger Lösung stark hvdro- 
Ivtisch gespalten sind. Welche Wasserst ollätome bei der 
elektrolytischen Dissociation der Säure abgespalten werden 
hex. wehdie l.(nistitulionstorin«,l di(i h»neii der Salze haben, 
lässt sieh zur Zeit nicht lest stellen. Die Beantwortung der Frage, 
ob die Harnsäure in stark alkalischer Lösung auch drei- oder 
"Ogar vierwettliige Anionen zu bilden vermag d. h. als drei- 
bez. vierbasische Säure zu lunctioniren im Stande ist. soll 
‘späteren Kntersrn huiigcn Vorbehalten bleiben. 
1 i. r s -n;. 
2 Vergleiche lii'üMit die ruii Seite* ♦ > vorliegender: Abhandlung 
stehrhtden Angaben ül***r dm Kiniiuss der jdivsikalcehen Hesehaftcnhe;- 
der Mette auf 'ihre' l.i» lieh keil.
        

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