Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Schicksal einiger isomeren Oxychinoline (Carbostyril und Kynurin) im Thierkörper
Person:
Fenyvessy, Béla
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17453/10/
Kynurin. 
C JLXO-j-. Das XVrsuchsmaterial wurde nach 
Schmiedeberg und Sehultzen1) durch Schmelzen dur reinen 
Kyniirensäure dargestellb Nach Monate lang tortgesetzfem 
Sannnein von Kyniirensäure gelang es uns.'etwa Kl g feines 
Kynurin zu gewinnen. Die Dase krystallisirl in glänzenden, 
harten Prismen, hei plötzlichem Ausfallen. in jeinen Nadeln. 
Die Substanz hat den verlangten .Schmelzpunkt von 20l"(.;. 
>ie ist h'slich in Wasser, leichter in Alkohol. Auf Zusatz von 
iVA:ic entstellt eine oarminrothe. von Mi lion's I tea ge ns eine 
gelbgrime Färbung. Deines Kynurin gibt die von .Inl'fé-, für 
Kyniirensäure angegebene Reaction. 
Xaeli A. Sch m id t. der einem Kauinehen 0.0 g Kvnurin sub- 
< utan injieirte, wurde die Substanz unverändert- ausgesehieden. 
Nadi dem negativen Ausfall der subcutanea Carbostyril- 
Vfisuche. (in Rezug aut gepaarte* (»lvcuronsäme) schien es 
uns vortheilhafler. das Kynurin per os zu verabreichen. So 
erhielten zwei Kaninchen tt g Kynurin in wässeriger ‘Losung, 
ziK cd in Do>en \ou (ho g. dann aber 1 g. Dabei zeigten die 
llneie gai keine krankhalte brseheiuungcu ; sie nahmen sogar 
antjewicht zu. Somit kann das Kynurin im Vergleich zu dem 
i.-ciiK lin (.aibodvril tin* (las Kaninchen als vollkommen un¬ 
schädlich bezeichnet werden. Nicht so aber liir den Frosch. 
Lin Frosch', der O.nô g Kynurin suhctitan erhielt, zeigte genau 
dieselben Lälinnmgserseheiniiiigen hei lange Zeit normaler 
llerzthätigkcit. wie solche nach Carhostyril beobachtet wurden. 
l)er Harn der mit Kynurin verfütterten Kaninchen dreht 
dit* Polarisationsebene muh links, und reducirt alkalisches 
Kupieroxyd nach verhältiiissinässigkurzem Kochen mit 10" „HCl 
Fin J heil des gesammelten Harnes wurde nach dem von 
Schmidt angegebenen Verfahren bearbeitet. Der Harn wurde 
eing(‘damplt, mit 'Alkohol erschöpft, der Alkohol verdunstet, 
ha* Rückstand mit schwofelsaureni Aether geschüttelt und der 
1 schniiedr-herg u. sch 1111z0n. Ann. d. (iheniie U. Pharm pli 
Seite 1.»;,. ' 
- .taffe. Zeit sc tu., f. phys. Chemie. Md. VII. s im.
        

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