Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über den Blutfabstoff. I. Ueber den Aether des Hämins. - II. Zur Kenntniss des Hämatoporphyrins
Person:
Nencki, M. J. Zaleski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit17441/48/
— 430 — * 
1 üblich in Benzol und Aether, leicht löslich in Alkohol und 
schied sich in amorphen, rothen Flocken durch Wasserzusatz 
aus der alkoholischen Lösung ab. Durch Behandlung des 
Hämatoporphyrinhydrats mit Essigsäureanhydrid erhielten wir 
dagegen ein Produkt, dessen Zusammensetzung gut mit der 
Formel des anhydridischen Monoacetylhämatoporphyrins üher- 
einstimmte. 
l g krystallisirtes salzsaures Hämatoporphyrin wurde mit 
2 g entwässertem Natriumacetat und 5 g Essigsäureanhydrid 
lH Stunde am Kückflusskühler zum Kochen erhitzt, die dunkel- 
hraunrothe Lösung nach dem Erkalten mit Wasser versetzt 
und das in amorphen braunrothen Flocken abgeschiedene 
Produkt auf dem Filter mit Wasser ausgewaschen. Diese in 
Wasser unlösliche, in Alkohol nur wenig lösliche Verbindung, 
in vacuo über S0tH3 bis zu constantem Gewichte getrocknet, 
ergab bei der Verbrennung: 70,53 °;'o C, 0,02°/o H, 9,73°.» X. 
Die Formel: G^H31(C0CH3jN404 verlangt: 70,6()°/o C, 5,88° o li 
und 9,ü9°/o N. 
Die Spectra der nur an, der Luft oder im Vacuum über 
S04H2 getrockneten beiden Alkyläther fallen mit dem Spectrum 
des Hämatoporphyrins in alkalischer resp. saurer Lösung zu¬ 
sammen. Nach dem Trocknen bei 110° sind alle Absorption>- 
bänder, sowohl in saurer wie in alkalischer Lösung die gleichen 
wie die des Uämatoporphyrinhydrats, nur sind sie alle um 
ein weniges nach Both zu verschoben; etwa um so viel, wie 
das Spectrum des Phylloporphyrins im Vergleich mit dem des 
Hämatoporphyrinhydrats nach Violett zu verschoben ist. Früh* ! 
wurde schon von dem Einen von uns und N. Sieber diuvli 
Verreiben der HäminkrVstalle mit concentrirter S0.1L cm 
. . _• - •> * 
Hämatoporphyrin erhalten, das leicht löslich in Alkalien, un¬ 
löslich aber in verdünnten Säuren und Alkohol ist und liir 
welches auf Grund der analytischen Zahlen die Forme! 
als die wahrscheinlichste angenommen wurde. ) 
Es ist dies also das erste Anhydrid des Hämatoporphyrins, me 
2 Molekülen des Hydrates unter Austritt von H20 entstanden. 
Archiv f. exp. Path u. Pharm.. Bd. 20, S. 330.
        

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